Das Potenzial von Karten

Karten bieten umfassende Einblicke in relevante Daten. Sind sind interaktive Daten-Repositorys. Sie erzählen Geschichten und sind praktische Entscheidungshilfen.

Karten als Schnittstelle für die Präsentation relevanter Daten

Mithilfe von Karten lässt sich nahezu jeder Ort erkunden.

  1. Öffnen Sie die Website Geography Treasure Hunt (World Heritage Sites), und begeben Sie sich auf eine geographische Schatzsuche.

    Startseite der Geography Treasure Hunt-Website mit Weltkarte und Schaltfläche "Start"

  2. Klicken Sie auf Start.

    Im oberen Kartenbereich wird ein Hinweis auf eine UNESCO-Welterbestätte angezeigt.

  3. Navigieren Sie in der Karte, und versuchen Sie, die Stätte zu finden.

    Wenn Sie sich in der Nähe befinden, sehen Sie ein Standortsymbol und eine Beschriftung.

    Pin auf Angkor Wat im Nordwesten Kambodschas mit Schaltfläche "Weiter"

    Angkor Wat ist eine im zwölften Jahrhundert erbaute Tempelanlage in Kambodscha.

  4. Klicken Sie nicht auf Weiter. Zoomen Sie weiter in die Karte hinein, und sehen Sie sich die Stätte aus der Nähe an.

    Bei einem bestimmten Zoomfaktor ändert sich die Karte in ein Satellitenbild. Sie sehen die Anlage Angkor Wat mit dem sie umgebenden großen rechteckigen Wassergraben.

    Satellitenbild von Angkor Wat

  5. Erkunden Sie die Gegend etwas genauer.

    Sehen Sie weitere rechteckige Wassergräben? Befinden sich darin ebenfalls Tempelanlagen? Was fällt Ihnen noch auf? Kennen Sie schon alles, was auf der Karte dargestellt ist, oder sehen Sie auch Dinge, die Ihnen neu sind?

    Die Bilddaten, aus denen sich diese Karte zusammensetzt, stammen von Satelliten und Flugzeugen. Keine Karte ist vollkommen objektiv, aber diese hier lässt nur wenig Spielraum für Interpretationen, dafür aber umso mehr Raum für Analysen und Erkundungen.

  6. Navigieren Sie zurück zu Angkor Wat, und klicken Sie auf Weiter.
  7. Versuchen Sie, weitere Welterbestätten zu finden, und betrachten Sie sie aus nächster Nähe.
    Hinweis:

    Wenn Sie noch mehr erkunden möchten, testen Sie weitere Karten auf der Website Geography Treasure Hunt.

    Karten dienen nicht nur der Orientierung. Karten machen neugierig und werfen Fragen auf: Was gibt es in Nähe? Warum sieht es dort so aus? War es schon immer so?

Karten sind Daten

Karten sind weitaus mehr als nur ein Abbild der Erdoberfläche. Sie können auch interaktive Daten-Repositorys sein.

Dachten Sie, dass alle Ereignisse der Welt bereits kartographiert sind? Und das Erdbeben heute morgen? Unsere Welt ändert sich ständig, daher gibt es auch immer wieder neue Karten.

  1. Schließen Sie die Karte auf der Geography Treasure Hunt-Website, und öffnen Sie das Earthquake Watch-Dashboard.

    Dashboard mit Karten und Diagrammen zu aktuellen Erdbeben

    Ein Dashboard ist eine Kombination aus Karten und anderen Datenvisualisierungen zur Echtzeitüberwachung von Ereignissen. Dieses Dashboard zeigt Daten zu Erdbeben an, darunter auch zu dem vom heutigen Morgen. Die Daten werden laufend in Echtzeit aktualisiert. Ein blinkender gelber Kreis kennzeichnet das aktuelle Beben.

    Hinweis:

    Über den ArcGIS Living Atlas of the World können Sie auf dieses und viele andere Datasets zugreifen. In diesem Blog-Tutorial erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene Version des Erdbeben-Dashboards erstellen können.

  2. Klicken Sie auf einen beliebigen Erdbebenpunkt auf der Karte.
    Hinweis:

    Da die Daten in Echtzeit aktualisiert werden, kann das, was Sie sehen, von den Beispielbildern abweichen.

    Ausgewählter orangefarbener Punkt auf der Karte, Pop-up mit Attributen zum Erdbeben

    Ein Pop-up mit weiteren Informationen wird geöffnet. Das auf dem Beispielbild angezeigte Erdbeben in Vanuatu war so stark, dass eine grüne Warnung ausgelöst wurde. Grün bedeutet, dass glücklicherweise keine Todesopfer zu beklagen, wirtschaftliche Schäden aber nicht ausgeschlossen sind.

  3. Schließen Sie das Pop-up.
  4. Ändern Sie im oberen Bereich des Dashboards die Option Filter by minimum magnitude in 4.

    Minimale Erdbebenstärke ist auf 4 eingestellt und Option zum Hervorheben des letzten Erdbebens ist aktiviert

    Die Karte und wird nun zusammen mit weiteren Dashboard-Elementen gefiltert, sodass nur relativ starke Erdbeben angezeigt werden.

    Das Dashboard enthält eine Liste der aktuellen Erdbeben, deren Stärke über 4 lag.

  5. Klicken Sie in dieser Liste auf ein beliebiges Erdbeben.

    In der Liste ausgewähltes Erdbeben: 160km ESE of Nago, Japan

    Das ausgewählte Erdbeben wird in der Karte durch einen blinkenden weißen Kreis dargestellt. Das Diagramm Magnitude wird aktualisiert.

    Hervorgehobener Punkt eines Erdbebens der Stärke 4,9

    Zusätzlich wird die kleinere Karte neben der Hauptkarte vergrößert, sodass Sie die Position des Erdbebens über den Bilddaten sehen.

    Hinweis:

    Wenn Bilddaten fehlen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Seebeben.

  6. Klicken Sie in der Liste des ausgewählten Erdbebens auf More Details.

    Link zu weiteren Details unten in den Attributinformationen

    Auf einer neuen Registerkarte bzw. in einem neuen Fenster des Browsers wird die Webseite des United States Geological Survey (USGS) Earthquake Hazards Program (Erdbebengefahren-Programm des U. S. Geological Survey) geöffnet. Hier finden Sie noch weitere Informationen und Karten zu dem Erdbeben. Das Earthquake Watch-Dashboard verdanken wir Erdbebenforschern auf der ganzen Welt, die seismographische Netzwerke beobachten und Daten in diese Datenbank sowie in das Erdbebenmeldesystem PAGER (Prompt Assessment of Global Earthquakes for Response) einpflegen. PAGER ist ein automatisiertes System zur Abschätzung der Dimension und der Folgen von Erdbeben mit dem Ziel, unmittelbar nach Auftreten eines Erdbebens eine Warnung an die lokalen Behörden zu senden.

  7. Klicken Sie auf der Seite USGS Earthquake Hazards Program auf Felt Report – Tell Us.

    Wenn Sie sich in der Nähe des Erdbebens aufgehalten haben, können Sie hier Ihre Eindrücke hinterlassen. Außerdem können Sie einen Survey ausfüllen, damit PAGER die Dimension und die Folgen nachvollziehen und noch bessere Vorhersagen treffen kann.

    Hinter dieser und vielen weiteren Karten verbergen sich neben den aktuellen Visualisierungen noch andere Informationen, die Sie erkunden und entsprechend Ihren persönlichen Anliegen filtern können. Karten liefern nützliche Hintergrundinformationen, mit denen sich umfangreiche Datenmengen besser nachvollziehen lassen.

Karten erzählen Geschichten

Karten stellen nicht nur Informationen bereit, sondern helfen auch bei der Deutung. Es gibt Karten, die Beschreibungen illustrieren und starke, ansprechende Geschichten erzählen. Wenn Karten Geschichten erzählen, erwachsen aus reinen Informationen neue Erkenntnisse.

Als Nächstes erkunden Sie eine Story-Map. Eine Story-Map ist eine Kombination aus Karten, Text und anderen Grafikelementen, die geographische Daten lebendig machen.

  1. Schließen Sie das Earthquake Watch-Dashboard, und öffnen Sie die Story-Map "Somalia in Crisis".

    Kleine Karte mit geographischer Lage von Somalia und großes Foto

  2. Scrollen Sie im Seitenbereich nach unten, bis Sie die Überschrift Crisis in Context sehen.

    Eine Karte von Somalia wird angezeigt. Somalia gilt als zerfallener Staat, der sich seit Jahrzehnten in einer Krise befindet. Bei der Erstellung dieser Karte im Jahr 2017 gab es dort 6,7 Millionen hilfsbedürftige Menschen. Die roten Kreise zeigen, wie viele es in den einzelnen Regionen waren.

  3. Klicken Sie im Seitenbereich auf Show total people reached (dazu müssen Sie ggf. nach unten scrollen).

    Anzahl der insgesamt erreichten Menschen

    Die vorhandenen Symbole auf der Karte werden nun von dunkelroten Kreisen überlagert.

    Karte mit konzentrischen roten Kreisen für die einzelnen Regionen

    Die Region Banadir mit der Landeshauptstadt Mogadishu ist ein Zufluchtsort für Binnenvertriebene. Hier weichen der ermittelte Bedarf und die geleistete Hilfe am stärksten voneinander ab.

  4. Scrollen Sie im Seitenbereich nach unten, bis Sie die Überschrift The Conflict sehen.

    In Somalia gibt es zwei Millionen Menschen, die Schutz vor Konflikten suchen. Zu dieser von Gewalt geprägten Situation tragen zwei Faktoren bei: die militante Gruppe Al-Shabaab und die Kriege zwischen den Clans.

  5. Klicken Sie auf der Karte auf einen grauen Kreis.

    Ein Pop-up wird angezeigt.

    Pop-up für ein Konfliktereignis vom 8. April 2017, das 13 Todesopfer forderte

    Diese Kartensymbole stehen für Konfliktereignisse mit Todesopfern im Jahr 2017. Hinter jedem Kreis verbergen sich weitere Informationen über das Geschehen und die Opfer.

    Hinweis:

    Die Karte Armed Conflict Location Event Data zeigt dasselbe Dataset für über 50 Länder weltweit; sie wird wöchentlich aktualisiert. Wenn Sie nicht alle Daten sofort sehen, ziehen Sie am Zeitschieberegler im unteren Kartenbereich.

    Aber bewaffnete Konflikte sind nicht der einzige Grund für die anhaltende humanitäre Krise in Somalia. Wenn Sie die Geschichte zuende lesen, erfahren Sie, inwiefern das Leben von mehreren Millionen Somalis auch durch Dürren und Seuchen bedroht wird.

  6. Klicken Sie oben im Seitenbereich auf Return to overview.

    Link zum Zurückkehren zur Übersicht oberhalb des Kartentitels

    Auf einer neuen Registerkarte bzw. in einem neuen Fenster des Browsers wird die Story-Map On the Front Lines of Famine geöffnet. Somalia in Crisis ist Teil dieser Story-Map.

    Titelseite der Story-Map mit Foto

  7. Scrollen Sie nach unten, um den Beginn der Geschichte zu lesen.

    Diese Story-Map untersucht Hungersnöte in vier Ländern aus verschiedenen Blickwinkeln und vermittelt Ihnen mehr Kontext zu den Daten, die Sie zuvor analysiert haben. Sie enthält Karten zu folgenden Themen: Gewaltereignisse, Dürren, Bevölkerungsdichte, Flüchtlingsströme, Ernährungsunsicherheit und Verteilung von Hilfsgütern.

    Unsere Welt ist komplex und vernetzt. Da Hungersnöte immer durch eine Kombination mehrerer Faktoren ausgelöst werden, können sie nur durch eine Kombination aus verschiedenen Lösungen bekämpft werden. Karten erzählen die komplexen Geschichten, die wir verstehen müssen, wenn wir die richtigen Entscheidungen zur Bewältigung von Hungersnöten treffen möchten.

  8. Klicken Sie oben auf der Seite auf Take Action.

    Link zu Handlungsmöglichkeiten

    Es wird ein Bildlauf bis zum Ende der Story-Map durchgeführt; hier erfahren Sie, welchen konkreten Beitrag Sie zur Bewältigung der in der Story-Map beschriebenen humanitären Krise leisten können.

    Hinweis:

    Sie können noch weitere Story-Maps erkunden oder auf der ArcGIS Story Maps-Website erfahren, wie Sie Ihre eigene Story-Map erstellen.

    Tragkräftige Entscheidungen erfordern stichhaltige Daten. Diese müssen aber auch sinnvoll präsentiert werden. Hier bieten Karten anschauliche Visualisierungsmöglichkeiten, denn sie können Geschichten oftmals viel besser erzählen als Worte und Bilder allein. Karten, die Geschichten erzählen, sind wirkungsvolle Instrumente, die auf überzeugende Weise Wissen vermitteln.

Karten können Emotionen auslösen

Karten können mehr als Informationen und Wissen vermitteln. Sie können auch Gefühle wecken.

  1. Schließen Sie die Story-Maps Somalia in Crisisund On the Front Lines of Famine, und öffnen Sie die National Safety Council (NSC) Memorial Site.

    Karte und Seitenbereich mit Fotos von Menschen, darüber der Kartentitel und die Schaltfläche "Explore Map"

    Täglich sterben in den Vereinigten Staaten mehr als 100 Menschen an einer Überdosis Opioide. Opioide werden aus dem Schlafmohn gewonnen oder wie Fentanyl, das ähnliche Eigenschaften aufweist, synthetisch hergestellt.

    In den letzten Jahrzehnten sprach man ausschließlich bei einer Abhängigkeit von illegalen Drogen von einer Suchterkrankung. Mittlerweile aber sterben viele Menschen infolge einer Überdosis verschreibungspflichtiger Schmerzmittel.

    Diese Karte dient dem Gedenken an die Opfer der Opioid-Epidemie. Die Punkte markieren Orte, an denen Angehörige einen geliebten Menschen verloren haben.

  2. Klicken Sie auf Explore Map.
  3. Vergrößern Sie die Karte. Wenn Sie in den Vereinigten Staaten oder in Kanada leben, navigieren Sie zu Ihrer Gegend.

    Auf der Karte werden Todesfälle aus fast allen Bundesstaaten und Provinzen dargestellt. Die Menschen stammen aus Großstädten und ländlichen Gebieten gleichermaßen.

  4. Klicken Sie auf einige der Bilder, und lesen Sie die Gedanken der Angehörigen.

    Diese Karte wird die Menschen nicht zurückbringen. Sie kann den Angehörigen aber bei der Trauerbewältigung helfen, indem sie ihnen das Gefühl vermittelt, mit ihrem Schmerz nicht allein zu sein.

    Durch die Darstellung der Daten treten die Opfer aus dem Schatten der Statistik hervor. Die Karte hilft, das Ausmaß der Tragödie zu erfassen, indem sie nicht nur bloße Zahlen, sondern Einzelschicksale präsentiert.

    Haben Sie auch jemanden verloren? Wenn Sie seinen oder ihren Namen mit anderen teilen möchten, klicken Sie oben auf Add Lost Loved One, und melden Sie sich entweder mit dem gewünschten Konto an, oder setzen Sie den Vorgang als Gast fort.

    Schaltfläche zum Hinzufügen von Angehörigen

  5. Melden Sie sich mit dem gewünschten Konto an, oder klicken Sie auf Vorgang als Gast fortsetzen.

    Wir lesen und benutzen Karten nicht nur, sondern leisten einen Beitrag, indem wir sie aktiv mitgestalten. Mithilfe von Karten können wir mit unseren Communitys in Kontakt treten – in der Nachbarschaft, im ganzen Land oder weltweit. Wir können unsere eigenen Geschichten teilen und uns mit anderen verbinden.

Karten sorgen für innovative Lösungen

Mit Karten lassen sich Probleme nicht nur feststellen und beschreiben, sondern auch lösen. Mit ihnen können wir Daten analysieren und zum Wohl unserer Communitys beitragen, Notfallvorbereitungen treffen und vorausschauend planen.

  1. Schließen Sie die NSC Memorial Site, und öffnen Sie die Karte Safe Streets to Schools.

    Karte und Seitenbereich mit Text und Foto

    Mithilfe dieser Karte sollen Gegenden mit Gefährdungspotenzial für Schülerinnen und Schüler erfasst werden, die ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Den Ausgangspunkt vieler Karten bilden Fragen oder Probleme, die beantwortet oder gelöst werden müssen.

  2. Klicken Sie auf eines der grauen Quadrate in der Karte.

    Pop-up für die Washington Middle School

    Ein Pop-up wird angezeigt. Die grauen Quadrate stehen für Grund-, Mittel- und Oberschulen in Pasadena, Kalifornien.

  3. Schließen Sie das Pop-up.

    Diese Karte hatte ursprünglich keine Schulen, sondern Verkehrsunfälle als Datengrundlage. Die Daten wurden, wie ihm folgenden Bild gezeigt, als Ansammlung von roten Punkten dargestellt:

    Rote Punktdaten auf einer Grundkarte

    Diese Daten sind für sich genommen nicht besonders aussagekräftig. Nachdem sie aber gefiltert und symbolisiert wurden, bildeten sich sinnvollere Informationen und Muster heraus.

    Karte mit orangefarbenen und roten Kreissymbolen in zwei Größen

    In dem Beispielbild werden Unfälle mit Todesopfern durch größere Kreise und Unfälle mit Verletzten durch kleinere Kreise darstellt. Unfälle mit Fußgängern sind rot und Unfälle mit Radfahrern orange gekennzeichnet.

    Die Karte Safe Streets to Schools ist eine Policy-Karte. Solche Karten sollen Entscheidungsträgern in Behörden und Unternehmen als Entscheidungshilfe für ihre Arbeit dienen. Die Karte im Beispielbild gibt allerdings keinen Aufschluss darüber, an welchen Stellen man Ressourcen zur Erhöhung der Sicherheit von Schülerinnen und Schülern bereitstellen sollte. Dafür musste man erst die Schulwege vorhersagen.

    Als Nächstes wurden also die Schulstandorte zur Karte hinzugefügt. Die sie umgebenden Straßennetze wurden analysiert, und es wurden Pufferzonen um die einzelnen Schulen gebildet. Jeder Puffer steht für eine Gehstrecke von rund 800 Metern. Dies sind die Bereiche, in denen Schülerinnen und Schüler mit größter Wahrscheinlichkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

    Karte mit Daten zu Verkehrsunfällen und Schulen sowie Pufferzonen rund die Schulen

    Glücklicherweise gibt es Schulgebiete, in denen keine Verkehrsunfälle passieren. Viele Schulen in der Nähe der Innenstadt sind jedoch stärker gefährdet.

    Die Ersteller der Karte haben schließlich die fünf Schulen ausgemacht, in deren Pufferzonen sich die meisten Unfälle ereignet haben. Die Pufferzonen um die betreffenden Schulen werden auf der endgültigen Karte weiß hervorgehoben.

    Karte mit fünf der Pufferzonen mit weißem Umriss

    Die Stadt kann nun die Tempolimitzonen rund um diese Schulen ausweiten oder mehr Schülerlotsen einsetzen. Da ihr jetzt ein wirksames Instrument für die Planung von Ressourcen an den Orten mit dem größten Bedarf zur Verfügung steht, kann sie solche Entscheidungen wesentlich leichter treffen.

    In der Lektion Policy Mapping – Safe Streets to Schools können Sie diese Karte auch selbst neu erstellen. Weitere Karten, Daten und Werkzeuge für die Erstellung von Policy-Karten in den Vereinigten Staaten finden Sie auf der Website Esri Maps for Public Policy.

    Auf ähnliche Weise lassen sich auch Probleme in Ihrer eigenen Stadt analysieren und Lösungen finden. Jeden Tag werden Karten erstellt, die viele Entscheidungen erleichtern: von Gebührenerhebungen bis zu umweltfreundlichen Bauprojekten. Karten sind mehr als reine Anschauungsobjekte. Sie sind wirksame Instrumente, die uns dabei helfen, unsere Welt zu analysieren und wichtige Entscheidungen für ihre Gestaltung zu treffen.

In dieser Lektion haben Sie etwas über und vor allem durch Karten gelernt, z. B. über Hungersnöte und Fentanyl, Verkehrsunfälle und Erdbeben. Mit Karten können wir unsere Welt erkunden. Sie können anschauliche Werkzeuge zur Datenvisualisierung und -bearbeitung sein. Sie können aus Daten Geschichten machen, die auf überzeugende Weise Wissen vermitteln. Sie können uns emotional bewegen und Erkenntnisse für unsere Entscheidungen liefern.

Die von Ihnen analysierten Daten stammen von den folgenden Quellen: der Stadt Pasadena in Kalifornien, dem USGS, dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge sowie von zahlreichen Satelliten und mehreren Hundert ganz gewöhnlichen Menschen, die ihre Geschichte über den Verlust eines Angehörigen mit anderen teilen wollten. Niemand arbeitet alleine. Wir haben die Möglichkeit, unser Wissen und die Daten unserer gesamten Community zu bündeln, damit wir unsere Welt besser verstehen und gestalten können.

Noch nie gab es so ergiebige und leicht zugängliche räumliche Daten wie heute. Mit Ressourcen wie dem Living Atlas und Werkzeugen wie ArcGIS Online ist der Zugriff auf umfangreiche, vielseitige und aussagekräftige Datenbestände nicht mehr nur Behörden oder großen Unternehmen vorbehalten. Indem wir unsere eigenen Daten und Karten freigeben, können wir mithilfe neuer und innovativer Analysevorgänge verschiedene Faktoren miteinander vergleichen und kombinieren.

Unser gebündeltes Wissen macht uns stärker und intelligenter und unsere Karten wesentlich aussagekräftiger. Wenn auch Sie über Datenbestände verfügen, die für andere Menschen von Interesse sein können, erwägen Sie einen Beitrag zum Living Atlas, damit Ihre Daten leicht gefunden werden können. Ihre Daten können Erkenntnisse oder Inspirationen liefern. Und möglicherweise retten sie sogar Leben.

Weitere Lektionen finden Sie in der Learn ArcGIS-Lektionsgalerie.