Das Untersuchungsgebiet analysieren

In dieser Lektion erstellen Sie eine Karte mit ArcGIS Pro. Sie starten zunächst ein Projekt und importieren dann ein vorhandenes Kartendokument sowie die Daten, die Sie zum Ausführen der Analyse benötigen. Als Nächstes symbolisieren und organisieren Sie die Daten, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Elemente vorhanden sind.

Das Untersuchungsgebiet suchen

Bevor Sie eine Karte erstellen können, müssen Sie ein Projekt erstellen. In einem Projekt werden die Karten, Datenbanken, Toolboxes, Styles und weiteren Ordner gespeichert, die beim Erstellen Ihrer Karte hilfreich sein können. Dann importieren Sie ein Kartendokument mit einigen der Daten, die Sie zum Erstellen der Karte benötigen.

  1. Laden Sie die Dateien Brazilian_Rainforest.mxd und Rondonia.zip herunter, und speichern Sie sie an einem Speicherort Ihrer Wahl.
  2. Extrahieren Sie den Inhalt der Datei Rondonia.zip.
  3. Starten Sie ArcGIS Pro.
  4. Starten Sie ArcGIS Pro. Melden Sie sich mit Ihrem lizenzierten ArcGIS-Konto an, falls Sie dazu aufgefordert werden.
    Hinweis:

    Sollten Sie weder ArcGIS Pro noch ein ArcGIS-Konto besitzen, können Sie sich für eine kostenfreie Testversion von ArcGIS registrieren.

    Wenn Sie ArcGIS Pro öffnen, haben Sie die Möglichkeit, ein neues Projekt zu erstellen oder ein vorhandenes Projekt zu öffnen. Wenn Sie bereits ein Projekt erstellt haben, wird eine Liste der zuletzt verwendeten Projekte angezeigt.

  5. Klicken Sie unter Neues Projekt auf Katalog.

    Wählen Sie die Kartenvorlage "Katalog" aus.

    Mit der Vorlage Katalog wird ein Projekt erstellt, mit dem keine Karten verknüpft sind. Diese Option ist am besten geeignet, wenn Sie eine vorhandene Karte öffnen möchten, da die Ansicht Katalog geöffnet wird, in der Sie zu Ihrem Inhalt navigieren können. Mit der Option Karte wird anhand des Projekts eine 2D-Karte geöffnet, und mit den Vorlagen vom Typ Szene werden Projekte mit 3D-Karten erstellt. Mit der Option Ohne Vorlage beginnen wird ein leeres Projekt geöffnet, dem Sie im weiteren Verlauf Karten oder Szenen hinzufügen können.

  6. Ändern Sie im Fenster Neues Projekt erstellen den Projektnamen in Rôndonia Deforestation.

    Das Projekt wird standardmäßig im ArcGIS-Ordner gespeichert, der sich im Ordner Dokumente auf Laufwerk C: Ihres Computers befindet. Um das Projekt an anderer Stelle zu speichern, navigieren Sie zu einem anderen Speicherort.

  7. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Einen neuen Ordner für dieses Projekt erstellen aktiviert ist, und klicken Sie auf OK.

    Das Fenster "Neues Projekt erstellen"

    Häufig ist es hilfreich, einen dedizierten Ordner für das Projekt zu erstellen. Jedes neue Projekt enthält eine Projektdatei (.aprx), eine Standard-Geodatabase und eine Toolbox. Durch einen gemeinsamen Speicherort für diese Elemente lassen sich das Projekt und die Daten leichter finden, freigeben und speichern.

    Das Projekt wird mit der Ansicht Katalog geöffnet. In dieser Ansicht können Sie Daten verwalten und durchsuchen.

    Sie fügen dem Projekt Daten hinzu. Die Daten, über die Sie bereits verfügen, werden von einem ArcMap-Kartendokument oder von der Datei .mxd referenziert. Sie können die Karte in ArcGIS Pro neu erstellen, indem Sie die .mxd-Datei in Ihr Projekt importieren.

  8. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Einfügen auf Karte importieren.

    Schaltfläche "Karte importieren"

  9. Navigieren Sie zu dem Ordner, in den Sie Brazilian_Rainforest.mxd heruntergeladen haben, wählen Sie die Datei aus, und klicken Sie auf OK. Verkleinern Sie die Ansicht, bis die Regenwaldgrenze angezeigt wird.

    Aus dem ArcMap-Dokument importierte Daten

    Dem Projekt wird eine Kartenregisterkarte mit dem Namen Brazilian Rainforest hinzugefügt. Sie enthält drei Layer: Brazilian States, Amazon Ecoregion und Städte im Bundesstaat Rondônia. Diese Layer werden auf der Standardgrundkarte (World Topographic Map) dargestellt. Um die Eigenschaften des Regenwaldes besser sehen zu können, ändern Sie die Grundkarte zu "Bilddaten".

  10. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Layer auf Grundkarte, und wählen Sie Bilddaten aus.

    Die Grundkarte "Bilddaten" auswählen

    Eine Grundkarte stellt Referenzinformationen im Hintergrund dar, z. B. Landschaftsformen und politische Grenzen. So lässt sich die Position von Daten im geographischen Kontext besser darstellen. Als Nächstes suchen Sie den brasilianischen Bundesstaat Rondônia.

  11. Klicken Sie auf dem Menüband in der Gruppe Abfrage auf Suchen.

    Features suchen

    Daraufhin wird der Bereich Suchen geöffnet. Dieser Bereich kann wie die anderen Bereiche überall in der Anwendung verankert oder positioniert werden. Standardmäßig wird er rechts vom Projekt angezeigt und verdeckt möglicherweise den Bereich Katalog. Im Bereich Suchen können Sie mithilfe von Schlüsselwörtern Orte auf der Karte suchen.

  12. Geben Sie im Bereich Suchen den Suchbegriff Rondonia ein, und drücken Sie die Eingabetaste.

    Es werden mehrere Ergebnisse angezeigt, und auf der Karte wird auf den brasilianischen Bundesstaat Rondônia gezoomt.

    Den Bundesstaat Rondônia suchen

  13. Schließen Sie den Bereich Suchen.
  14. Klicken Sie oben im Projekt auf der Symbolleiste für den Schnellzugriff auf Speichern.

    Schaltfläche "Speichern"

Daten organisieren und symbolisieren

Derzeit ist die Grundkarte unter dem Layer Brazilian States nicht sichtbar. Sie ändern die Symbolisierung des Layers, um Ihre Layer besser sehen zu können. Sie organisieren die Layer im Bereich Inhalt. Im Bereich Inhalt werden alle Layer in der Karte aufgelistet. Es zeigt außerdem die Symbolisierung des Layers sowie alle Gruppen an, in denen die Layer organisiert sind.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Brazilian States, und klicken Sie auf Symbolisierung.

    Layer-Symbolisierung

    Der Bereich Symbolisierung wird angezeigt. Als Symbolisierung wird die Art der Darstellung der einzelnen Layer auf der Karte bezeichnet. Sie können die Methode der primären Symbolisierung aktualisieren sowie Farben, Formen, Größen, Rotation u. v. m. ändern.

  2. Klicken Sie im Bereich Symbolisierung auf das Farbfeld für Symbol.

    Feld "Symbol"

    Daraufhin wird die Symbolgalerie angezeigt. Diese enthält häufig verwendete Standardsymbole, die Sie auf Layer anwenden können. Sie können ein Symbol in der Galerie auswählen und bei Bedarf beliebige Eigenschaften des Symbols ändern.

  3. Klicken Sie in der Galerie auf die zweite Option Schwarze Umrisslinie (2pt).

    Wählen Sie das Symbol "Schwarze Umrisslinie" aus.

    Die brasilianischen Bundesstaaten werden jetzt mit einer schwarzen Umrisslinie angezeigt. Da die dunkle Farbe auf der Grundkarte schlecht zu erkennen ist, ändern Sie sie in eine hellere Farbe.

  4. Klicken Sie oben im Bereich neben Galerie auf Eigenschaften. Blenden Sie ggf. auf der Registerkarte Eigenschaften die Option Aussehen ein.

    Layer-Darstellung

  5. Klicken Sie für Umrissfarbe auf das Farbmenü, und wählen Sie Staubfliederblau aus.

    Staubfliederblau

    Tipp:

    Zeigen Sie mit der Maus auf "Farben", um deren Name anzuzeigen.

  6. Klicken Sie auf Übernehmen, um das Symbol zu aktualisieren.

    Die Bundesstaaten werden jetzt mit einer hellvioletten Schattierung angezeigt, die sich gegen die Grundkarte "Bilddaten" abhebt.

    Die Symbolisierung für Umriss wurde aktualisiert.

    Jetzt fügen Sie weitere Daten hinzu.

  7. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Ansicht. Klicken Sie in der Gruppe Fenster auf den Bereich "Katalog".

    Öffnen Sie den Bereich Katalog.

    Die Ansicht Katalog wurde bereits angezeigt. In diesem Bereich können Sie die Daten auf ähnliche Weise durchsuchen und haben zudem die Möglichkeit, Layer auf die Karte zu ziehen. Die Ansicht Katalog eignet sich besser, wenn Sie z. B. Metadaten anzeigen oder eine Vorschau des Datasets anzeigen möchten.

  8. Klicken Sie im Bereich Katalog mit der rechten Maustaste auf Datenbanken, und wählen Sie Datenbank hinzufügen aus.

    Datenbank hinzufügen

  9. Navigieren Sie im Fenster Vorhandene Geodatabase auswählen zu den Daten, die Sie entpackt haben, und wählen Sie Rondonia.gdb aus. Klicken Sie auf OK.

    Geographische Informationen wie die Lektionsdaten werden am effizientesten in Geodatabases gespeichert und verwaltet. Diese Formate weisen nicht die Beschränkungen von Shapefiles auf, die leicht beschädigt werden können. Geodatabases lassen sich leicht komprimieren, und auf die Features in ihnen können räumliche Valdierungen und Attributvalidierungen angewendet werden.

  10. Blenden Sie im Bereich Katalog Datenbanken ein.

    Der Ordner Datenbanken enthält zwei Geodatabases. Die Geodatabase mit dem Titel Rondonia Deforestation.gdb ist eine Standard-Geodatabase, die erzeugt wurde, als Sie das Projekt erstellt haben. In dieser Geodatabase werden alle projektspezifischen Datenquellen und Produkte gespeichert und verwaltet, sofern Sie nichts Anderes angeben. Die zweite Geodatabase ist diejenige, die Sie gerade hinzugefügt haben.

  11. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Rondonia.gdb, und wählen Sie Als Standard definieren aus.

    Rondonia.gdb ist mit dem Symbol "Startseite" markiert.

    "Rondonia.gdb" wurde als Standard-Geodatabase festgelegt.

    Das Festlegen dieser Geodatabase als Standard-Geodatabase bewirkt, dass alle von Ihnen erstellten Daten in ihr gespeichert werden.

  12. Blenden Sie Rondonia.gdb ein.

    Geodatabase "Rondônia"

    Die Geodatabase enthält vier Feature-Classes und ein Raster-Dataset, die der Karte als Layer hinzugefügt werden können. Weitere Informationen zu Raster-Datasets erhalten Sie an späterer Stelle. Eine Feature-Class ist eine Speicherstruktur, in der die Geometrie und Attribute räumlicher Features gespeichert und verwaltet werden. Die Sammlung von Polygonen, die brasilianische Bundesstaaten darstellen, ist ein Beispiel für Features aus der Polygon-Feature-Class, während die Linien-Features aus der Line-Feature-Class die Straßen darstellen. Der Begriff "Layer" bezieht sich auf eine Kartendarstellung von Daten, während "Feature-Class" sich auf die eigentlichen dateibasierten Daten bezieht. In Feature-Classes werden drei Hauptdatentypen gespeichert: Punkt, Linie und Polygon.

Straßen hinzufügen und symbolisieren

Als Nächstes fügen Sie einen Layer mit Straßen hinzu. In Rondônia gibt es zwei Haupttypen von Straßen: offizielle Straßen, die von der Regierung bzw. mit deren Genehmigung gebaut wurden, und nicht offizielle Straßen, die unabhängig von der Regierung gebaut wurden. Da Ihr Ziel letztlich darin besteht, die potenzielle durch den Bau einer geplanten Straße verursachte Entwaldung zu ermitteln, ist es für die endgültige Analyse unerlässlich, sich vorhandene Straßen anzusehen.

  1. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt die Option Brazilian States.
  2. Klicken Sie im Bereich Katalog auf Roads, und ziehen Sie den Layer auf die Karte.

    Layer "Roads"

    Der Layer "Roads" wird der Karte hinzugefügt.

    Hinweis:

    Wenn Sie einen Layer aus einer Geodatabase hinzufügen, wird für ihn eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Standardsymbolisierung festgelegt. Die Darstellung des Layers Roads kann von den Beispielbildern abweichen.

    Der Layer Roads enthält ein dichtes Straßennetz, das den größten Teil des Bundesstaates abdeckt. Der Layer erstreckt sich nicht über die Grenzen der Ökoregion des Amazonas hinaus.

  3. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Karte. Klicken Sie in der Gruppe Auswahl auf Nach Attributen auswählen.

    Nach Attributen auswählen

    Das Werkzeug Nach Attributen auswählen wird geöffnet. Mit diesem Werkzeug können Sie einen logischen Ausdruck erstellen, um die Features zu bestimmen, die aus dem angegebenen Layer ausgewählt werden.

  4. Stellen Sie sicher, dass im Fenster des Werkzeugs Nach Attributen auswählen für Eingabezeilen der Eintrag Roads ausgewählt ist.

    Aus Layer "Roads" auswählen

  5. Klicken Sie ggf. auf den Dropdown-Pfeil für Auswahltyp, und wählen Sie Neue Auswahl aus.
  6. Klicken Sie im Abfrage-Manager in das erste Feld neben wobei gilt und in der Liste mit Attributen auf Status.

    Im ersten Feld wird das Datenfeld angezeigt, das Sie verwenden möchten. Das zweite Feld enthält einen logischen Operator, z. B. ist gleich.

  7. Blenden Sie im letzten Feld die Optionen ein, und wählen Sie Official aus.

    Ausdrucks-Generator

    Wenn das Feld auf Werte festgelegt ist (wie zurzeit der Fall), werden in ihm die Datenwerte aufgelistet, die es enthält.

  8. Klicken Sie auf das grüne Häkchen, um den Ausdruck zu überprüfen.

    Durch das Überprüfen des Ausdrucks stellen Sie sicher, dass er eine gültige SQL-Abfrage ist.

  9. Klicken Sie auf OK.

    Offizielle Straßen auswählen

    Offizielle Straßen verbinden Stadtgemeinden und erleichtern den Verkehr zwischen Wohngebieten. Obwohl sie meist in entwaldeten Gebieten vorhanden sind, findet Entwaldung nicht ausschließlich an Orten mit offiziellen Straßen statt. Es scheint erheblich weniger offizielle als inoffizielle Straßen zu geben.

    Die Möglichkeit der Darstellung offizieller Straßen unabhängig vom Gesamtstraßennetz bietet hilfreiche Referenzinformationen. Allerdings ist eine getroffene Auswahl nicht von Dauer und wird gelöscht, wenn Sie eine andere Auswahl treffen oder die Auswahl der Features aufheben. Um dies zu verhindern, erstellen Sie einen neuen Layer, der auf der Auswahl basiert.

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste aufRoads, zeigen Sie auf Daten, und wählen Sie Features exportieren aus.

    Ausgewählte Features exportieren

    Das Werkzeug Features exportieren wird geöffnet.

  11. Geben Sie im Fenster des Werkzeugs Features exportieren unter Ausgabename den Namen Official_Roads ein.

    Da Sie zuvor Rondonia.gdb als Standard-Geodatabase festgelegt haben, wird der Layer Official_Roads dort gespeichert.

  12. Klicken Sie auf OK.

    Der Ausgabe-Layer wird dem Bereich Inhalt und auf der Karte hinzugefügt. Unter der Auswahl ist er jedoch möglicherweise ausgeblendet. Zudem hat er eventuell die gleiche Farbe wie die ursprüngliche Feature-Class.

  13. Klicken Sie auf dem Menüband in der Gruppe Auswahl auf Aufheben.

    Schaltfläche "Auswahl aufheben"

  14. Ziehen Sie ggf. Official_Roads an eine Position über Roads.

    Durch das Ändern der Layer-Reihenfolge ändert sich die Reihenfolge ihrer Darstellung auf der Karte. Die ersten unter Darstellungsreihenfolge aufgeführten Layer werden über den Layern dargestellt, die unter ihnen aufgelistet sind.

  15. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf das Liniensymbol Official Roads.

    Der Bereich Symbolisierung für den Layer Official_Roads wird geöffnet.

  16. Klicken Sie im Bereich Symbolisierung auf die Registerkarte Galerie, und wählen Sie das erste Symbol für Nebenstraße aus.

    Symbol für Nebenstraße

    Der Layer Official_Roads wird auf der Karte in Weiß dargestellt.

    "Official_Roads" symbolisiert

  17. Doppelklicken Sie im Bereich Inhalt zweimal auf Official-Roads, damit der Name bearbeitet werden kann. Benennen Sie den Layer in Official Roads (ohne Unterstrich) um.
    Abschließend ändern Sie die Symbolisierung des ursprünglichen Layers Roads.
  18. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf das Symbol für den Layer Roads. Klicken Sie im Bereich Symbolisierung auf die Registerkarte Eigenschaften.
  19. Blenden Sie für Farbe das Farbmenü ein, wählen Sie Aster-Violett aus, und klicken Sie auf Übernehmen.

    Farbe "Aster-Violett"

    Dieses Violett hebt sich gut von der Grundkarte und dem Layer Roads ab.

    Layer "Roads" symbolisiert

  20. Speichern Sie das Projekt.

Sie haben mit der Erstellung einer neuen Karte begonnen und Grenz-Layer hinzugefügt, um das Untersuchungsgebiet zu verorten. Sie haben außerdem Infrastruktur-Layer, die für die Analyse wichtig sind, und allgemeine Karteninformationen hinzugefügt. Als Nächstes sehen Sie sich die Beziehung zwischen Abholzung und dem Bau von Straßen näher an, um ein Muster zu ermitteln, das Sie auf die geplante Straße anwenden können.


Daten von Straßen und Abholzungsgebieten abgleichen

Nun, da Sie sich mit dem Untersuchungsgebiet vertraut gemacht haben, führen Sie eine Analyse durch, um die Auswirkung des Straßenbaus auf die Entwaldung zu ermitteln. Zunächst fügen Sie einen Layer mit der Ausdehnung der Abholzung hinzu. Anschließend quantifizieren Sie den Prozentsatz des Landes, das innerhalb einer bestimmten Entfernung von Straßen entwaldet ist. Später können Sie die Abholzung schätzen, die durch das Verbot des Baus der geplanten Straße verhindert wurde, indem Sie die Beziehung zwischen vorhandenen Straßen und abgeholzten Gebieten ermitteln.

Falls Sie das vorherige Modul nicht bearbeitet haben, laden Sie zunächst das Projektpaket für dieses Modul herunter.

Abholzung analysieren

Sie haben sich mit der Entwaldung bereits in der letzten Lektion befasst, doch nehmen Sie nun eine genauere Erkundung vor, um bestehende Abholzungsmuster in Rondônia besser zu verstehen. Dazu fügen Sie zunächst einen Layer hinzu, der die Entwaldung in dem Bundesstaat anzeigt.

  1. Öffnen Sie bei Bedarf das Projekt Rondonia Deforestation in ArcGIS Pro.
  2. Klicken Sie am unteren Rand des Bereichs Symbolisierung auf die Registerkarte Katalog.

    Registerkarte "Katalog"

    Mithilfe der Registerkarten können Sie zwischen geöffneten Bereichen wechseln.

    Hinweis:

    Wenn Sie den Bereich Symbolisierung geschlossen haben, können Sie auch auf eines der im Bereich Inhalt aufgelisteten Layer-Symbole klicken, um ihn wieder zu öffnen.

  3. Blenden Sie ggf. im Bereich Katalog den Bereich Datenbanken und dann die Geodatabase Rondônia ein. Ziehen Sie die Feature-Class Deforested_Area in den Bereich Inhalt unter Roads.

    Der Layer Deforested Area wird der Karte mit einer nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Farbe hinzugefügt. Diese Daten wurden mit einem Klassifizierungsverfahren zum Identifizieren von Waldgebieten und gerodetem Grund aus Satellitenbildern abgeleitet.

  4. Vergrößern Sie ggf. die Ansicht, bis Sie den Layer Deforested Area sehen.

    Deforested Area

    Da Abholzungsmuster sich nahe an Straßen befinden, ist es möglicherweise schwierig, den Layer unter dem Layer "Unofficial Roads" zu erkennen.

  5. Klicken Sie auf das Symbol für Deforested Area. Klicken Sie im Bereich Symbolisierung auf die Registerkarte Eigenschaften.
  6. Blenden Sie das Menü Farbe ein, und klicken Sie unten im Fenster auf Farbeigenschaften.

    Farbeigenschaften

    Das Fenster Farb-Editor wird angezeigt. Mit dem Farb-Editor können Sie die Farbe nach verschiedenen Farbmodellen, z. B. RGB, HLS und HSV, angeben. Sie können auch die Transparenz einer ausgewählten Farbe ändern.

  7. Geben Sie im Feld HEX # den Farbcode E1E1F2 ein.

    Hexadezimaler Farbwert

    Der Layer Deforested Area wird jetzt in Hellviolett symbolisiert. Die Farbe hebt sich von den derzeit auf der Karte vorhandenen Farben ab. Da die Standard-Umrisslinie des Layers einen Teil des Layers überlagert, entfernen Sie ihn.

  8. Klicken Sie auf OK und anschließend unten im Bereich Symbolisierung auf Übernehmen.
  9. Ändern Sie die Einstellung für Umrissfarbe in Keine Farbe, und klicken Sie auf Übernehmen.

    "Deforested Area" mit benutzerdefiniertem hexadezimalem Farbwert

    Die Vollfarbe des Layers verdeckt einen Teil des auf der Grundkarte dargestellten abgeholzten Gebiets. Um beide Layer gleichzeitig anzuzeigen, passen Sie die Transparenz an.

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf den Layer Deforested Area, um ihn auszuwählen.

    Wenn Sie im Bereich Inhalt einen bestimmten Layer-Typ auswählen, wie etwa einen Feature- oder Raster-Layer, werden weitere kontextbezogene Registerkarten angezeigt. In diesem Fall ist der Layer Deforested Area ein Feature-Layer. Daher wird die Registerkarte Feature-Layer angezeigt.

  11. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Feature-Layer.

    Registerkarte "Feature-Layer"

  12. Geben Sie in der Gruppe Effekte für Transparenz den Wert 50,0 ein, und drücken Sie die Eingabetaste.

    Legen Sie die Transparenz auf 50 Prozent fest.

    Sie können jetzt durch die entwaldeten Gebiete sehen.

    Transparenz des Layers "Deforested Area"

  13. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Deforested Area, und wählen Sie Auf Layer zoomen aus.

    Auf Layer zoomen

    Der Layer weist nur ein Feature auf. Dies ist ein Multipart-Feature: ein Feature, das aus vielen nicht zusammenhängenden Elementen besteht. Entwaldung tritt in der Regel in kleinen Flurstücken auf, nicht in weiten Teilen des Landes. Bei diesem Maßstab ist es schwierig, die Abholzung im Detail zu erkennen. Sie vergrößern die Ansicht, um das Gebiet näher zu betrachten, speichern die aktuelle Kartenansicht jedoch zunächst als Lesezeichen. Mit einem Lesezeichen können Sie schnell zu bestimmten Kartenausdehnungen navigieren.

  14. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Navigieren auf Lesezeichen, und wählen Sie Neues Lesezeichen aus.

    Neues Lesezeichen

  15. Benennen Sie im Fenster Lesezeichen erstellen das Lesezeichen mit Rondônia, und klicken Sie auf OK.

    Da Sie jetzt über ein Lesezeichen verfügen, können Sie in der Karte zoomen und schnell zu einer Ansicht des gesamten Bundesstaates zurückkehren.

  16. Prüfen Sie im Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Navigieren, ob das Werkzeug Erkunden ausgewählt wurde.

    Werkzeug "Erkunden"

    Durch Aktivieren des Werkzeugs Erkunden zoomen Sie beim Darstellen des Interessenbereichs zu diesem, statt ihn auszuwählen.

  17. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, während Sie ein Rechteck um den Nordwesten von Rondônia zeichnen.

    Zur angegebenen Ausdehnung zoomen

    Die Karte zoomt auf die Ausdehnung des Rechtecks. Nachdem Sie die Ansicht vergrößert haben, können Sie die Entwaldung detailliert sehen.

  18. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt den Layer Roads, um ihn auszublenden.

    Abgeholzte Gebiete sind häufig lückenhaft und verlaufen entlang von Straßen.

    Abholzungsmuster

    In der Regel werden kleine Waldstreifen durch Brandrodung abgeholzt. Dabei werden Waldstücke von Bauern gerodet und abgebrannt, um Felder für die landwirtschaftliche Nutzung zu gewinnen. Die verbrannten Pflanzen dienen gleichzeitig als Dünger für die Landwirtschaft auf dem gerodeten Grund. Diese Technik wird weltweit schon seit Jahrhunderten praktiziert, auch im Amazonasgebiet. In kleinem Umfang kann Brandrodung nachhaltig sein. Erfolgt sie jedoch großflächig, werden große Gebiete innerhalb kurzer Zeit kahl geschlagen, was erhebliche Auswirkungen auf ein Ökosystem haben kann.

    Auffällig ist außerdem, dass die Entwaldung manchmal abrupt mit ziemlich scharfen Grenzen endet, wie in der folgenden Abbildung dargestellt:

    Entwaldungsmuster 2

    In diesem Beispiel oben wurden die Grenzen durch geschützte Gebiete definiert, in denen Entwaldung entweder untersagt oder größtenteils eingeschränkt ist. Es gibt zwei Arten von geschützten Gebieten: geschützte Wälder und indigenes Territorium. In der Geodatabase Projektdaten finden Sie Feature-Classes für diese beide Kategorien. Sie können beide hinzufügen, um sie zu erkunden, für dieses Projekt benötigen Sie jedoch nur die Daten zu "Protected Forests".

  19. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Karte. Klicken Sie auf Lesezeichen, und wählen Sie Rondônia aus.
  20. Fügen Sie aus dem Bereich Katalog den Layer Protected_Forests unter Roads hinzu.

    Der Layer Protected Forests wird der Karte mit einer nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Symbolisierung hinzugefügt. Da es sich um eine Naturwaldfläche handelt, symbolisieren Sie sie in Grün.

  21. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf das Symbol für Protected Forests, und geben Sie unter Farbe, für HEX # den Wert 32936F ein.

    Wählen Sie für die Eigenschaft "HEX #" einen Grünton aus.

  22. Klicken Sie auf OK und dann auf Übernehmen.
  23. Wählen Sie im Bereich Inhalt den Layer Protected Forests aus. Legen Sie auf der Registerkarte Feature-Layer den Wert für Transparenz auf 50 Prozent fest.

    Symbolisierter Layer "Protected Forests"

    Die geschützten Gebiete scheinen eine wirksame Abschreckung gegen Entwaldung zu sein. Nachdem Sie nun eine der Präventivmaßnahmen gegen Entwaldung kennengelernt haben, untersuchen Sie die zugrunde liegenden Ursachen. Sie haben zuvor den Layer Roads deaktiviert, da die Dichte des Straßennetzes andere Layer auf der Karte verdeckt hat. Nun sehen Sie sich diese Straßen genauer an, um und sehen, wie sie mit Entwaldung in Beziehung stehen.

  24. Zoomen Sie zurück zum Nordwesten von Rondônia, und aktivieren Sie den Layer Roads.

    Entwaldung in Relation zu Straßen

  25. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Feature-Layer in der Gruppe Vergleichen auf Ausblenden, und stellen Sie sicher, dass im Bereich Inhalt der Layer Roads ausgewählt ist.

    Werkzeug "Ausblenden"

    Wenn Sie auf die Karte zeigen, nimmt der Mauszeiger die Form eines Pfeiles an.

  26. Klicken Sie auf die Karte, und ziehen Sie die Maus nach oben und unten, um die Sichtbarkeit des Layers Roads zu aktivieren und zu deaktivieren.

    Es besteht eine starke Beziehung zwischen Straßen und Entwaldung. Tatsächlich findet Entwaldung im Amazonasgebiet zu 95 Prozent im Umkreis von 5,5 Kilometern von Straßen statt. Straßen bieten Zugang zu dem ansonsten undurchdringlichen Regenwald und erleichtern den Transport von Baunutzholz. Im Gegensatz zu offiziellen Straßen, die Städte miteinander verbinden, dringen nicht offizielle Straßen tiefer in die Gebiete des Regenwaldes ein und verbinden ländliche Anwesen.

    Ihr Ziel besteht darin, das Ausmaß der Entwaldung durch eine geplante Straße zu schätzen, falls deren Bau genehmigt würde. Um diese Schätzung vorzunehmen, müssen Sie zunächst das Ausmaß der Entwaldung im Zusammenhang mit vorhandenen Straßen ermitteln.

  27. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Karte. Klicken Sie in der Gruppe Navigieren auf Erkunden.

    Das Werkzeug "Ausblenden" wird geschlossen, und der Cursor kehrt zum Werkzeug "Schwenken" zurück.

Abholzung in der Nähe von vorhandenen Straßen ermitteln

Bevor Sie mit der Analyse beginnen, müssen Sie ein Beispielgebiet des vorhandenen Straßennetzes auswählen. Das Straßennetz ist mit über 20.000 Features riesig. Die Durchführung einer Analyse für das gesamte Netzwerk würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Auswahl eines Beispielgebiets kann Ihre Ergebnisse lediglich geringfügig beeinflussen.

  1. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt alle Layer mit Ausnahme des Layers Roads und der Grundkarte Bilddaten.
    Hinweis:

    Um schnell alle Layer zu aktivieren oder zu deaktivieren, halten Sie die STRG-Taste gedrückt, und aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen eines der Layer.

  2. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Auswahl auf Auswählen, und zeichnen Sie ein Rechteck um den nordwestlichen Teil des Bundesstaates.

    Auswahl des nordwestlichen Teils des Bundesstaates

    Hinweis:

    Ihre Auswahl muss nicht genau mit der Abbildung übereinstimmen.

    Die Features im Feld werden auf der Karte ausgewählt. Es werden einige Straßen ausgewählt, die sich über den Auswahlbereich hinaus erstrecken. Wenn sich ein Teil eines Features in dem Auswahlbereich befindet, wird das gesamte Feature ausgewählt.

    Ausgewählte Features

    Da Sie jetzt eine Stichprobe von Straßen ausgewählt haben, können Sie die Stichprobe analysieren. Zu diesem Zweck verwenden Sie das Werkzeug Puffer. Mit dem Werkzeug Puffer wird ein Versatz mit einer angegebenen Entfernung von den Eingabe-Features erstellt. Mit den Daten zur Abholzung können Sie berechnen, dass ein Großteil der Abholzung im Umkreis von 5,5 Kilometern von Straßen erfolgt. Deshalb erstellen Sie ein Polygon-Feature, das dieses Gebiet darstellt.

  3. Klicken Sie im Menüband auf die Registerkarte Analyse. Klicken Sie in der Gruppe Werkzeuge auf Paarweise puffern.

    Werkzeug "Paarweise puffern"

    Daraufhin wird der Bereich Geoverarbeitung angezeigt, in dem das Werkzeug Paarweise puffern geöffnet ist.

    Im Werkzeugbereich legen Sie das Eingabe-Dataset sowie einige Parameter fest, die zur Ausführung des Werkzeugs erforderlich sind. Einer dieser Parameter legt die Entfernung Ihres Puffers fest oder wie weit sich das Puffergebiet von den Eingabe-Features erstreckt. Ihnen ist bereits bekannt, dass Entwaldung im Amazonasgebiet zu 95 Prozent innerhalb von 5,5 Kilometern von Straßen stattfindet. Dies ist eine gute Entfernung für Ihren Puffer, da über diese Entfernung hinaus nur relativ wenig Entwaldung auftritt.

    Hinweis:

    Das Toolset Paarweise Überlagerung enthält Werkzeuge, die mit Blick auf Funktion und Performance eine Alternative zu einer Reihe klassischer Überlagerungswerkzeuge bieten. Informationen hierzu finden Sie unter Vergleich klassischer Überlagerungswerkzeuge mit Werkzeugen für die paarweise Überlagerung.

  4. Wählen Sie für Eingabe-Features das Feature Roads, und stellen Sie sicher, dass für Ausgabe-Feature-Class der Name Roads_Buffer lautet.

    Ein- und Ausgabe für "Paarweise puffern"

    Hinweis:

    Wenn Sie ein Geoverarbeitungswerkzeug für einen Layer mit ausgewählten Features ausführen, verarbeitet das Werkzeug nur die ausgewählten Features. In diesem Fall befinden sich im Layer Roads 5.031 ausgewählte Features. Je nachdem, wie viele Features Sie ausgewählt haben, weicht Ihr Wert ab.

  5. Geben Sie für Entfernung den Wert 5,5 ein, und ändern Sie die Lineare Einheit in Kilometer.

    Sie müssen dann nur noch den Parameter Dissolve-Typ ändern. Mit dem Werkzeug Puffer wird standardmäßig ein Puffer für jedes Feature im Eingabe-Layer erstellt. Da die Auswahl Roads viele Features aufweist und diese Features sehr nahe beieinander liegen, würde das Werkzeug Puffer eine große Anzahl von überlappenden Puffer-Features erstellen. Durch die Änderung des Parameters Dissolve-Typ erstellt das Werkzeug Puffer ein einzelnes Feature als dessen Ausgabe.

  6. Wählen Sie für Dissolve-Typ den Typ Zusammenführen aller Ausgabe-Features zu einem einzelnen Feature aus.
    Hinweis:

    Wenn Sie nicht genau wissen, welche Funktion ein Parameter ausführt oder welche Option ausgewählt werden soll, zeigen Sie mit der Maus auf den Parameter, und klicken Sie auf die daraufhin angezeigte Informationsschaltfläche.

    Parameter für "Paarweise puffern"

  7. Übernehmen Sie für die restlichen Optionen die Standardeinstellungen, und klicken Sie auf Ausführen.

    Wenn die Ausführung des Werkzeugs abgeschlossen ist, wird dem Bereich Inhalt der resultierende Layer hinzugefügt.

  8. Ziehen Sie im Bereich Inhalt den Layer Roads_Buffer unter Deforested Area.

    Puffer der Auswahl

    Ein erheblicher Teil des Puffers überlappt sich mit dem Layer Deforested Area, jedoch nicht einheitlich. Der nordwestliche Teil des Puffers verfügt über viele Gebiete, die sich in der Nähe von Straßen befinden, jedoch relativ wenig Entwaldung aufweisen.

    Um den Prozentsatz der Entwaldung des Puffers zu berechnen, benötigen Sie einen Layer mit Entwaldung innerhalb des Puffers. Sie können diesen Layer mit einem Geoverarbeitungswerkzeug namens Ausschneiden erstellen. Mit dem Werkzeug Ausschneiden wird die Ausdehnung eines Layers bis zur Ausdehnung eines anderen ausgeschnitten.

  9. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Auswahl auf Aufheben.

    Die Auswahl der Straßen wird entfernt.

  10. Klicken Sie im Bereich Geoverarbeitung auf die Schaltfläche Zurück".
  11. Geben Sie im Suchfeld Paarweise ausschneiden ein, und klicken Sie auf Paarweise ausschneiden (Analysis Tools), um das Werkzeug zu öffnen.

    Werkzeug "Paarweise ausschneiden"

  12. Wählen Sie für Eingabe-Features die Option Deforested Area aus. Wählen Sie für Clip-Features die Option Roads_Buffer aus.
  13. Stellen Sie sicher, dass für Ausgabe-Feature-Class die Feature-Class DeforestedArea_Clip in der Standard-Geodatabase gespeichert wird, und klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter des Werkzeugs "Ausschneiden"

    Nach dem Ausführen des Werkzeugs wird der Ausgabe-Layer auf der Karte angezeigt.

    Ausgeschnittene Fläche "Deforested Area"

    Sie haben die entwaldeten Gebiete im Layer "Roads Buffer" ausgeschnitten. Als Nächstes berechnen Sie anhand der eben erstellten Ausgabe den Prozentsatz der Pufferfläche, die entwaldet ist.

Den Prozentsatz des abgeholzten Gebiets in der Nähe von Straßen ermitteln

Sie haben zwei Layer erstellt. Einer zeigt das Gebiet im Umkreis von 5,5 Kilometern von Straßen in Ihrem Beispielgebiet an. Der andere stellt die Entwaldung innerhalb dieses Puffers dar. Ihr nächstes Ziel besteht darin, den Prozentsatz des Puffers zu berechnen, der entwaldet ist. Um den Prozentsatz zu ermitteln, berechnen Sie ein neues Attributfeld.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Deforested_Area_Clip, und wählen Sie Attributtabelle aus.

    Öffnen Sie die Attributtabelle.

    Die Attributtabelle wird geöffnet. In dieser Tabelle werden alle Daten oder Attribute angezeigt, die mit Features verknüpft sind. Der Layer DeforestedArea_Clip verfügt über zwei Geometriefelder, die für alle Polygon-Feature-Classes automatisch erstellt werden: Shape_Length (Umfang) und Shape_Area

  2. Klicken Sie auf den Wert Shape_Area, um ihn auszuwählen, und drücken Sie STRG+C, um ihn zu kopieren.
    Hinweis:

    Abhängig von der Größe Ihrer Auswahl und dem Pufferprozess kann "Shape-Area" in Ihrem Fall unterschiedlich sein.

    Den Wert von "Shape_Area" kopieren

    Die Maßeinheit wird in der Tabelle nicht bereitgestellt, aber in den Koordinatensysteminformationen des Layers angegeben. Die Projektion der Daten ist "South America Albers Equal Area". Ausgabe-Layer, die aus Geoverarbeitungswerkzeugen erstellt werden, verwenden dieselbe Projektion wie ihre Eingabe. Unter dem Projektionsnamen befinden sich technische Informationen zu der Projektion, darunter deren lineare Einheit (die Maßeinheit, die von der Projektion verwendet wird). Für die Projektion "South America Albers" ist die lineare Einheit auf Meter festgelegt. Somit wird für das Feld Shape_Area in der Attributtabelle Quadratmeter verwendet.

  3. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Roads_Buffer, und öffnen Sie die Attributtabelle
  4. Klicken Sie neben Feld auf Hinzufügen.

    Die Schaltfläche "Feld hinzufügen"

    Daraufhin wird die Ansicht Felder angezeigt. Dort können Sie Feldeigenschaften wie Feldname, Alias, Datentyp und andere Eigenschaften bearbeiten.

  5. Klicken Sie unten in der Ansicht Felder auf das hervorgehobene Feld, und benennen Sie es mit Percent_Deforested.
  6. Geben Sie für Alias den Namen Percent Deforested ein, und wählen Sie für Datentyp den Typ Double aus.

    Neuer Feldtitel

    Anhand des Feldtyps wird bestimmt, welche Art von Werten das Feld haben kann. Der Typ Double lässt Zahlen mit Dezimalstellen zu. Mit dem Alias erhält das Feld einen besser verständlichen Namen. Feldnamen dürfen nur Buchstaben, Ziffern und Unterstriche enthalten, während Aliasnamen auch andere Zeichen enthalten können. Der Feld-Alias wird im Dialogfeld und im Bereich Inhalt angezeigt, während der tatsächliche Name in den Daten gespeichert wird.

  7. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Felder in der Gruppe Änderungen auf Speichern.

    Schaltfläche "Feld speichern"

  8. Schließen Sie die Ansicht Felder.
  9. Klicken Sie in der Tabelle Roads_Buffer mit der rechten Maustaste auf Percent Deforested, und wählen Sie Feld berechnen aus.

    Feld berechnen

    Das Werkzeug Feld berechnen wird geöffnet. Das Werkzeug stellt mathematische Standardoperatoren und -funktionen sowie vorhandene Felder in der Attributtabelle bereit, anhand derer Sie den Berechnungsausdruck erstellen können.

    Um den Prozentsatz zu ermitteln, teilen Sie das Gebiet des Layers Deforested_Area_Clip durch das Gebiet des Layers Roads_Buffer, und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100.

  10. Fügen Sie im Feld Percent_Deforested = die Zahl ein, die Sie aus der Tabelle DeforestedArea_Clip kopiert haben.
    Hinweis:

    Der anfängliche Gebietswert in Ihrem Ausdruck kann je nach dem von Ihnen ausgewählten Beispielgebiet unterschiedlich sein.

    Wert des abgeholzten Gebiets im ausgeschnittenen Bereich einfügen

  11. Klicken Sie in der Liste der Operationen auf das Divisionszeichen (/). Doppelklicken Sie in der Liste Felder auf Shape_Area.
  12. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Multiplikation" (*), und geben Sie 100 ein.

    Ausdruck "Percent Deforested"

    Der Ausdruck kann ausgeführt werden.

  13. Klicken Sie auf OK.

    Nach Abschluss der Berechnung wird der Attributtabelle Roads_Buffer der Prozentwert hinzugefügt. Basierend auf den Werten des Beispielgebiets wurde ein Wert von etwa 47 Prozent zurückgegeben. Ihr Wert kann davon abweichen, wahrscheinlich jedoch nur um ein paar wenige Prozentpunkte.

    Prozent von entwaldetem Gebiet

    Sie kennen nun den Prozentsatz des entwaldeten Landes im Umkreis von 5,5 Kilometern von Straßen. Wenn eine neue Straße in diesem Beispielgebiet gebaut worden wäre, hätten Sie vorhersagen können, dass ein ähnlicher Prozentsatz des Landes im Umkreis von 5,5 Kilometern von dieser Straße entwaldet worden wäre.

    Da Ihnen dieser Wert nun vorliegt, benötigen Sie den Layer DeforestedArea_Clip nicht mehr. Sie entfernen ihn aus Ihrer Karte. Sie behalten den Layer Roads_Buffer bei, da er den Prozentsatz in seinen Attributen enthält, deaktivieren ihn jedoch.

  14. Schließen Sie die Tabellen Roads_Buffer und DeforestedArea_Clip.
  15. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt den Layer Roads_Buffer. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf DeforestedArea_Clip, und wählen Sie Entfernen aus.

    Layer entfernen.

    Der Layer wird aus der Karte entfernt. Er wird noch in der Geodatabase Rondônia gespeichert und kann der Karte bei Bedarf erneut hinzugefügt werden.

  16. Kehren Sie zu dem Lesezeichen Rondônia zurück, und speichern Sie das Projekt.

Sie haben die Auswirkungen des Straßennetzes auf die Entwaldung in Rondônia ermittelt. Als Nächstes verwenden Sie diesen Prozentwert, um die möglichen Auswirkungen des geplanten Straßenbaus zu prognostizieren.


Die möglichen Auswirkungen des geplanten Straßenbaus prognostizieren

Nun, da Sie den Prozentsatz des entwaldeten Gebiets in einem Umkreis von 5,5 Kilometern um Straßen berechnet haben, schätzen Sie anhand dieses Prozentsatzes die Fläche in Quadratkilometern, die durch den Bau einer geplanten Straße entwaldet worden wäre. Zunächst digitalisieren oder zeichnen Sie die geplante Straße als Feature basierend auf einem Bild der Straße. Dann puffern Sie die Straße und berechnen die vorhergesagte Entwaldungsfläche anhand ihrer Attributtabelle.

Falls Sie die vorherigen Module nicht bearbeitet haben, laden Sie zunächst das Projektpaket für dieses Modul herunter.

Ein Bild der geplanten Straße zu der Karte hinzufügen

Die geplante Straße ist in keinem der Layer enthalten, da diese Layer nur vorhandene Straßen anzeigen. Sie fügen ein Bild der geplanten Straße zu der Karte hinzu und erstellen ein eigenes Feature basierend auf dem Bild. Dieses Bild lag in der Geodatabase "Rondônia" als Raster-Dataset vor. Ein Raster-Dataset ist ein Bild, das aus einem Pixel-Gitter besteht. Bei der Grundkarte in Ihrer Karte handelt es sich ebenfalls um ein Rasterbild. Ihre anderen Daten werden als Vektordaten bezeichnet.

  1. Öffnen Sie ggf. das Projekt Rondônia Deforestation.
  2. Fügen Sie das Raster-Dataset Proposed_Road aus der Geodatabase Rondônia hinzu, und ziehen Sie es unter den Layer Deforested Area.
  3. Deaktivieren Sie bei Bedarf alle Layer mit Ausnahme des Layers Proposed_Road und der Grundkarte Bilddaten.

    Geplante Straßen und Bilddaten

  4. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Proposed_Road, und klicken Sie auf Auf Layer zoomen.

    Das Bild zeigt eine topografische Ansicht des Gebiets mit Features wie Staatsgrenzen, einige vorhandene Straßen, bergiges Terrain und Flüsse. Die geplante Straße ist eine dicke Linie in der Mitte des Bildes.

  5. Aktivieren Sie die Layer Cities, Official Roads und Protected Forests.

    Layer "Proposed roads"

    Die geplante Straße verläuft von Osten nach Westen und verbindet zwei offizielle Straßen, wobei sich in der Nähe der beiden Endpunkte der Straße Städte befinden. Mithilfe des Werkzeugs "Identifizieren" erfahren Sie die Namen jeder Stadt, oder Sie können die Beschriftungen auch vorübergehend deaktivieren.

  6. Aktivieren Sie den Layer Roads, und deaktivieren Sie den Layer Protected Forests.
  7. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte auf Lesezeichen, und erstellen Sie ein Lesezeichen mit dem Namen Proposed Road.
  8. Klicken Sie im Bereich Katalog mit der rechten Maustaste auf die Geodatabase Rondônia, klicken Sie auf Neu, und wählen Sie Feature-Class aus.

    Neue Feature-Class hinzufügen

    Der Bereich Feature-Class erstellen wird angezeigt. Durch das Erstellen einer Feature-Class können Sie Vektordaten erzeugen. Das neue Vektorlinien-Feature soll auf dem Raster-Bild basieren.

  9. Geben Sie im Bereich Feature-Class erstellen als Name Planned_Road ein. Geben Sie Planned Road (ohne Unterstrich) als Alias ein.
  10. Blenden Sie für Typ der Feature-Class das Menü ein, und wählen Sie Linie aus.

    Linien-Feature auswählen

  11. Übernehmen Sie die restlichen Standardeinstellungen, und klicken Sie am unteren Rand des Bereichs auf Weiter.

    Der Layer wird der Karte beim Erstellen automatisch hinzugefügt. Auf der nächsten Seite können Sie den Daten Felder hinzufügen. Sie möchten die beiden Felder "Road Name" und "Status" aus der Feature-Class Roads hinzufügen.

  12. Wählen Sie unter Felder die Option Klicken Sie hier, um ein neues Feld hinzuzufügen aus, und geben Sie unter Feldname Name ein.

    Fügen Sie ein Feld hinzu.

  13. Vergewissern Sie sich, dass der Wert Datentyp auf Text festgelegt ist. Geben Sie in der Tabelle Feldeigenschaften für Länge 50 ein.

    Feldlänge

    Die Standardlänge für Textfelder beträgt 255 Zeichen, jedoch sind für die Straßeninformationen, die Sie eingeben, nicht so viele Zeichen erforderlich. Durch das Angeben einer geringeren Länge verringert sich die Größe der Geodatabase.

  14. Fügen Sie ein weiteres Feld mit dem Namen Status hinzu, und legen Sie seine Länge auf 20 fest. Klicken Sie auf Weiter.

    Als Nächstes wählen Sie das Koordinatensystem der Feature-Class aus. Mit einem Koordinatensystem werden Positionen und Messwerte geographischer Features auf einer Karte festgelegt. Verwenden Sie das Koordinatensystem der Layer, die bereits auf Ihrer Karte vorhanden sind; wählen Sie es einfach aus der Liste aus.

  15. Blenden Sie auf der Seite Raumbezug unter XY Verfügbare XY-Koordinatensysteme den Ordner Layer ein, und wählen Sie South America Albers Equal Area Conic aus.

    Legen Sie den Raumbezug fest.

  16. Klicken Sie auf Fertig stellen.
  17. Ziehen Sie im Bereich Inhalt den Layer Planned Road unter Roads.

    Da Planned Roads eine leere Feature-Class ist, wird auf der Karte nichts dargestellt. Als Nächstes digitalisieren Sie die Daten aus dem Raster-Bild und speichern sie in der neuen Feature-Class.

Die Straße digitalisieren

Um ein Feature zu der geplanten Straße hinzuzufügen, verwenden Sie das Bild als Referenz, und verfolgen Sie die nicht offiziellen Straßen, die mit der Position der Straße übereinstimmen. Dann digitalisieren Sie die Straße und erstellen ein langes, kontinuierliches Feature.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Bearbeiten. Klicken Sie in der Gruppe Features auf Erstellen.

    Erstellen von Features

    Der Bereich Features erstellen wird angezeigt. In diesem Bereich werden Vorlagen für Layer aufgelistet, die bearbeitet werden können. In der Vorlage werden verfügbare Werkzeuge angezeigt, die zum Erstellen oder Ändern des Features verwendet werden können.

  2. Klicken Sie im Bereich Features erstellen auf Planned Road.

    "Planned Road" bearbeiten

    Sobald die Optionen zum Bearbeiten eines Linien-Features ausgewählt wurden, werden sie unter Planned Road eingeblendet. Zudem ändert sich der Zeiger in ein Fadenkreuz, mit dem Sie Features zeichnen können.

    Linien-Features bearbeiten

    Einige der Werkzeuge sind auch in der Kartenansicht in der Werkzeugleiste für die Bearbeitung verfügbar.

  3. Klicken Sie im Menüband auf der Registerkarte Bearbeiten auf den Dropdown-Pfeil Fangen. Klicken Sie auf die Umschaltfläche Fangen, um die Funktion zu aktivieren.

    Aktivieren Sie das Fangen.

    Die Fangfunktion ist nun aktiviert.

    Fangen aktiviert

    Hinweis:

    Sie können die Fangfunktion auch aktivieren oder deaktivieren, indem Sie auf der Registerkarte Bearbeiten auf die Schaltfläche Fangen klicken oder indem Sie neben der Stelle, an der der Maßstab für die Karte angezeigt wird, auf die Schaltfläche Fangen klicken.

    Mit dem Werkzeug "Fangen" lassen sich vorhandene Features, z. B. vorhandene nicht offizielle Straßen, die die geplante Straße überlappen, leichter verfolgen. Um sich die Arbeit etwas zu erleichtern, digitalisieren Sie das Feature der geplanten Straße, indem Sie den im Raster angezeigten Umriss verfolgen.

  4. Wählen Sie im Menü Fangen die Fangfunktion Endpunkt aus, und legen Sie sie als den einzigen aktiven Fangtyp fest.
    Hinweis:

    Wenn der Fangtyp in Blau angezeigt wird, ist er aktiv. Sie können auf den Fangtyp klicken, um ihn zu aktivieren oder zu deaktivieren, und Sie können darauf zeigen, damit der Name angezeigt wird.

    Fangfunktion "Endpunkt" aktiviert

  5. Klicken Sie in der Kartenansicht in der Werkzeugleiste Editor auf Verfolgung.

    Werkzeug "Verfolgen"

  6. Vergewissern Sie sich, dass im Bereich Inhalt Official Roads aktiviert ist.
  7. Klicken Sie auf das östliche Ende der geplanten Straße, wo sie sich mit der vorhandenen offiziellen Straße überschneidet.

    Verfolgung durchführen

    Wenn Sie auf den Endpunkt klicken, wird mit einem Tipp zu Fangen angezeigt, welcher Teil des Layers für die Fangfunktion definiert ist, und der Zeiger verfolgt sofort alle vorhandenen Features, auf die Sie zeigen. Dieses Verhalten wird durch das Werkzeug "Fangen" aktiviert.

  8. Verfolgen Sie die nicht offizielle Straße, die die geplante Straße überlappt.
    Tipp:

    Wenn Sie den Rand der Kartenausdehnung erreicht haben, drücken Sie die Taste C, um das Werkzeug Schwenken zu aktivieren, schwenken Sie nach rechts, und lassen Sie die Taste C los, um die Verfolgung fortzusetzen.

  9. Wenn Sie das Ende der nicht offiziellen Straße erreichen, klicken Sie auf den Endpunkt, um einen Stützpunkt hinzuzufügen.

    Ende der Verfolgungslinie

    Sie haben die bestehende Straße so weit wie möglich verfolgt. Da jetzt keine weiteren zu verfolgenden Features vorhanden sind, müssen Sie den Rest der Straße mit einer anderen Konstruktionsmethode digitalisieren. Sie fügen einzelne Stützpunkte freihändig entlang der Linie hinzu, um die Verfolgung fortzusetzen, bis Sie eine weitere nicht offizielle Straße erreichen.

    Verfolgen Sie die Straße.

    Hinweis:

    Sie können die Tasten C, X und Z drücken, um bei der Verfolgung auf die Werkzeuge zum Schwenken und Zoomen zuzugreifen.

  10. Klicken Sie auf der Werkzeugleiste Editor auf das Werkzeug Linie.

    Wechseln Sie zum Werkzeug "Linie".

  11. Klicken Sie entlang der geplanten Straße, um Stützpunkte hinzuzufügen.
  12. Wenn Sie ein weiteres Segment einer nicht offiziellen Straße erreichen, klicken Sie, um einen Stützpunkt hinzuzufügen.

    Nicht offizielle Straße erneut verbinden

    Die Fangfunktion positioniert den Mauszeiger an der genauen Position des Endpunkts der nicht offiziellen Straße. Jetzt verwenden Sie das Werkzeug Verfolgung erneut, um das Digitalisieren der Straße abzuschließen.

  13. Klicken Sie auf der Werkzeugleiste Editor auf Verfolgung, und verfolgen Sie die Straße, bis sie wieder mit einer offiziellen Straße verbunden wird.
    Hinweis:

    Möglicherweise müssen Sie die Ansicht stärker vergrößern, um die Verfolgung zu erleichtern.

  14. Doppelklicken Sie auf den Endpunkt, um das Feature fertig zu stellen.
  15. Zeigen Sie auf der Registerkarte Karte das Lesezeichen Proposed Road an, um sicherzustellen, dass die Straße vollständig digitalisiert ist.

    Auf der Karte sollte sich ein kontinuierliches Straßen-Feature befinden. Wenn Sie mit der Straße zufrieden sind, speichern Sie Ihre Änderungen in der Geodatabase. Solange Sie Ihre Änderungen nicht auf der Registerkarte Bearbeiten speichern, können sie rückgängig gemacht werden. Wenn Sie in der Symbolleiste für den Schnellzugriff auf Speichern klicken, wird nicht das neue Feature, sondern das Projekt gespeichert.

  16. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Bearbeiten in der Gruppe Änderungen verwalten auf Speichern.

    Änderungen speichern

  17. Klicken Sie im Fenster Änderungen speichern auf Ja, um alle Änderungen zu speichern.

    Da Sie jetzt die geplante Straße digitalisiert haben, können Sie den Bilddaten-Layer aus der Karte entfernen.

  18. Entfernen Sie im Bereich Inhalt den Layer Proposed Road.
  19. Schließen Sie den Bereich Features erstellen, und heben Sie auf der Registerkarte Bearbeiten die Auswahl der ausgewählten Features auf.
  20. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Karte. Klicken Sie in der Gruppe Navigieren auf Erkunden.

    Der Mauszeiger wird wieder als Hand dargestellt. Sie können jetzt die Karte auf normale Weise zoomen und schwenken.

Attributdaten symbolisieren und zu der geplanten Straße hinzufügen

Die geplante Straße wurde digitalisiert, sie verwendet jedoch die Standardsymbolisierung des Layers Planned Road, die aufgrund der feinen Linien nur schwer auf der Karte auszumachen ist. Außerdem haben diese Felder keine Attributdaten, obwohl Sie beim Erstellen der Feature-Class Attributfelder hinzugefügt haben.

  1. Ziehen Sie ggf. im Bereich Inhalt den Layer Planned Road unter Official Roads.

    Ansicht "Inhalt"

  2. Klicken Sie auf das Symbol für Planned Road, um den Bereich Symbolisierung zu öffnen.
  3. Klicken Sie im Bereich Symbolisierung auf der Registerkarte Galerie auf Autobahn.

    Geplante Straße

    Die geplante Straße wird jetzt in hellem Orange angezeigt und hebt sich von den anderen Straßen auf der Karte ab. Als Nächstes fügen Sie Attributdaten zu dem Feature "Planned Road" hinzu.

  4. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Planned Road, und wählen Sie Attributtabelle aus.
  5. Geben Sie in der Attributtabelle Planned Road für Name BR 421 und für Status Proposed ein, und drücken Sie die Eingabetaste.

    Hinzugefügte Attributdaten

  6. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Bearbeiten in der Gruppe Änderungen verwalten auf Speichern, und klicken Sie auf Ja, um alle Änderungen zu speichern.
  7. Schließen Sie die Attributtabelle.

Die potenzielle Entwaldung durch die Straße ermitteln

Als Nächstes schätzen Sie die Entwaldung, die durch die Straße verursacht worden wäre. In der vorherigen Lektion haben Sie den Prozentsatz des entwaldeten Gebiets im Umkreis von 5,5 Kilometer von einer Auswahl bestehender Straßen geschätzt. Ermitteln Sie die Gesamtfläche (anstelle eines Prozentsatzes) der potenziellen Entwaldung im Umkreis der geplanten Straße, indem Sie den Layer Planned Road mit der Entfernung von 5,5 Kilometer puffern und die Pufferfläche mit dem Prozentsatz des abgeholzten Gebiets im Umkreis der bestehenden Straßen multiplizieren. Sie entfernen außerdem Bereiche vorhandener Entwaldung, damit sie nicht in die Gesamtzahl einbezogen werden.

  1. Klicken Sie im Bereich Geoverarbeitung auf der Registerkarte Favoriten auf Paarweise puffern (Analysis Tools).
  2. Wählen Sie unter Eingabe-Features die Option Planned Road aus, und vergewissern Sie sich, dass der Parameter Ausgabe-Feature-Class auf Planned_Road_Buffer festgelegt ist.
  3. Geben Sie für Entfernung den Wert 5,5 ein, und legen Sie die Lineare Einheit auf Kilometer fest.

    Parameter für "Paarweise puffern"

    Da nur ein einzelnes Feature zu puffern ist, können Sie den Dissolve-Typ außer Acht lassen.

  4. Klicken Sie auf Ausführen.

    Puffer der geplanten Straße

    Wenn die Ausführung des Werkzeugs abgeschlossen ist, wird der Puffer-Layer dem Bereich Inhalt und der Karte hinzugefügt.

  5. Ziehen Sie im Bereich Inhalt den Layer Planned_Road_Buffer unter Deforested Area.
  6. Aktivieren Sie Deforested Area, und vergleichen Sie die Layer.

    Entwaldungs- und Straßenpuffer vergleichen

    In einigen Gebieten hat bereits eine Entwaldung stattgefunden. Es sollen keine entwaldeten Gebiete in Ihre Analyse einbezogen werden. Sie entfernen die vorhandene Entwaldung mit dem Werkzeug Radieren aus dem Puffer. Mit dem Werkzeug Radieren werden Teile eines Layers entfernt, die einen anderen Layer überlappen.

    Das Werkzeug Radieren zählt nicht zu den Werkzeugen, die über das Menü Geoverarbeitung aufgerufen werden können. Stattdessen suchen Sie nach dem Werkzeug.

  7. Suchen Sie im Bereich Geoverarbeitung die Option Paarweise radieren (Analysis Tools), und öffnen Sie sie.

    Werkzeug "Paarweise radieren"

  8. Wählen Sie Planned_Road_Buffer für Eingabe-Features und Deforested Area für Radieren-Features aus.

    Beim Ausführen des Werkzeugs werden vom Puffer der geplanten Straße die Gebiete subtrahiert, die mit den entwaldeten Gebieten überlappen. In diesem Fall werden entwaldete Gebiete aus dem Puffer entfernt.

  9. Geben Sie unter Ausgabe-Feature-Class die Bezeichnung Erased_Buffer ein, und klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter für das Werkzeug "Radieren"

    Das Werkzeug wird ausgeführt und der Layer zur Karte hinzugefügt.

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt zwei mal auf Planned_Road_Buffer, und ändern Sie den Namen in At-Risk Area.
  11. Deaktivieren und aktivieren Sie im Bereich Inhalt den Layer Deforested Area, sodass die Ergebnisse des Radiervorgangs und die gefährdeten Gebiete angezeigt werden.

    Layer "Erased buffer"

    Der Layer Erased_Buffer ist ein einzelnes Multipart-Feature. Es ist deutlich zu erkennen, dass die abgeholzten Flächen durch Radieren daraus entfernt wurden. Um die Größe der Fläche zu ermitteln, die entwaldet worden wäre, multiplizieren Sie die Fläche mit dem Prozentwert, den Sie zuvor ermittelt haben. Dieser Wert wird in der Attributtabelle des Layers Roads_Buffer gespeichert. Als Nächstes fügen Sie ein Feld zum Speichern des Layers "Deforested Area" hinzu und kopieren den Wert aus der Tabelle Roads_Buffer.

  12. Öffnen Sie die Attributtabelle für Erased_Buffer.
  13. Klicken Sie auf Hinzufügen. Geben Sie in der Ansicht Felder für Name Potential_Deforestation ein, und wählen Sie Double als Datentyp aus.
  14. Geben Sie Potential Deforestation (sq. km) als Alias ein, und klicken Sie auf Speichern.

    Feld "Potential Deforestation"

  15. Schließen Sie die Ansicht Felder.
  16. Öffnen Sie die Attributtabelle für Roads_Buffer.
  17. Kopieren Sie den Wert in Percent Deforested, schließen Sie die Tabelle Roads_Buffer, und rufen Sie die Attributtabelle Erased_Buffer auf.
  18. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Feldkopf Potential Deforestation (sq km), und wählen Sie Feld berechnen aus.

    Um das Entwaldungspotenzial der Straße zu ermitteln, multiplizieren Sie die Pufferfläche mit dem Prozentsatz entwaldeter Fläche, den Sie zuvor ermittelt haben. Sie konvertieren zudem die Fläche, die derzeit in Quadratmeter angegeben wird, in Quadratkilometer, da diese Maßeinheit besser für die große Fläche geeignet ist, die Sie beschreiben.

  19. Erstellen Sie im Dialogfeld Feld berechnen unter Potential_Deforestation =, den Ausdruck Shape_Area / 1000000.

    Erster Teil des Ausdrucks

    Mit diesem Teil des Ausdrucks wird die gepufferte Fläche von Quadratmeter in Quadratkilometer konvertiert. Anschließend multiplizieren Sie den Wert mit dem Prozentsatz entwaldeter Fläche, den Sie zuvor berechnet haben.

  20. Schließen Sie die Anweisung in Klammern ein, klicken Sie auf "Multiplizieren", und fügen Sie die aus Roads Buffer kopierte Zahl ein.
  21. Dividieren Sie den Prozentwert durch 100, und schließen Sie auch den Divisionsausdruck in Klammern ein. Der Ausdruck lautet (!Shape_Area! / 1000000) * (47.07733539681277 / 100).

    Vollständiger Ausdruck

  22. Klicken Sie auf OK.

    Wert für potenzielle Entwaldung

    Gemäß dieser Analyse wurden ca. 637 Quadratkilometer durch die Absage des Baus der geplanten Straße gerettet. Ihr Wert kann leicht abweichen.

  23. Schließen Sie die Attributtabellen, kehren Sie zu dem Lesezeichen Rondonia zurück, und speichern Sie die Karte.

Sie haben die möglichen Auswirkungen des Baus einer geplanten Straße auf die Entwaldung vorhergesagt. Im Anschluss exportieren Sie die Karte als Layout, um es freizugeben.


Die Karte fertig stellen und drucken

Nun, da Sie die Analyse abgeschlossen haben, stellen Sie Ihre Ergebnisse als Teil eines finalen Karten-Layouts dar, das Sie drucken oder in ein freigabefähiges Dateiformat exportieren können. Da Sie Ihre fertig gestellte Karte freigeben möchten, sollte sie ansprechend und übersichtlich sein. Sie fügen nicht nur die Karte von Rondônia, sondern auch eine Legende, einen Titel, eine Beschreibung und weitere wichtige Elemente hinzu.

Falls Sie die vorherigen Module nicht bearbeitet haben, laden Sie zunächst das Projektpaket für dieses Modul herunter.

Das Karten-Layout vorbereiten

Auf der Karte soll gezeigt werden, wie die Abholzung durch Straßen vermehrt wird. Deshalb stellen Sie sicher, dass auf der Karte nur relevante Layer angezeigt werden.

  1. Aktivieren und deaktivieren Sie im Bereich Inhalt die Layer, sodass die folgenden Layer aktiviert sind:

    • Official Roads
    • Planned Road
    • At-Risk Area
    • Deforested Area
    • Protected Forests
    • Brazilian States
    • Amazon Ecoregion
    • Die Grundkarte "Bilddaten"

    Tipp:

    Drücken Sie die STRG-Taste, und klicken Sie auf einen Layer, um alle Layer zu aktivieren oder zu deaktivieren.

  2. Entfernen Sie die folgenden Layer:

    • Cities
    • DeforestedArea_Clip
    • Roads
    • Roads_Buffer
    • Erased_Buffer

    Der Bereich "Inhalt"

    Hinweis:

    Wenn Sie die Anordnung der Layer ändern müssen, ziehen Sie sie an eine Stelle über oder unter anderen Layern. Unter der Grundkarte kann nichts positioniert werden.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol für At-Risk Area, und wählen Sie Cattleya-Orchidee aus.

    Gefährdete Gebiete symbolisieren

    Durch das helle Violett wird der Layer deutlicher auf der Karte dargestellt, und es entspricht dem Farbschema, dass Violettschattierungen bauliche Erschließung symbolisieren.

    Auf der Karte symbolisierte gefährdete Gebiete

    Da das Entwaldungspolygon so gut erkennbar ist, kann die Grundkarte etwas dunkler dargestellt werden, damit sie sich stärker abhebt. Sie fügen aus dem ArcGIS Living Atlas of the World eine Grundkarte mit stärker gedämpften Farben hinzu.

  4. Klicken Sie im Bereich Katalog auf Portal.

    Registerkarte "Portal"

    Die Registerkarte Portal ermöglicht die Verknüpfung mit Daten, die in ArcGIS Online oder ArcGIS Enterprise gespeichert sind. Sie können auf Ihre Inhalte, Ihre Organisation oder Gruppen sowie auf öffentlich freigegebene Inhalte, z. B. den ArcGIS Living Atlas, zugreifen.

  5. Klicken Sie auf der Registerkarte Portal auf die Schaltfläche Living Atlas.

    Schaltfläche "Living Atlas"

    Der ArcGIS Living Atlas ist eine Sammlung verlässlicher Karten, Apps und Daten, die Sie für Ihre Arbeit verwenden können.

  6. Geben Sie im Textfeld Suchen den Suchtext Firefly-Grundkarte ein, und drücken Sie die Eingabetaste.
  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Layer World Imagery (Firefly), und wählen Sie Zu aktueller Karte hinzufügen aus.

    Die Firefly-Grundkarte auswählen

    Dem Kartenbereich wird die Grundkarte World Imagery (Firefly) hinzugefügt. Auf ihr werden noch die zuvor verwendeten Bilddaten angezeigt, jedoch in dunkleren, stärker gesättigten Farben. Da die Karte jetzt fertig ist, können Sie ein Layout für Druck und Freigabe erstellen.

  8. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Einfügen. Klicken Sie in der Gruppe Projekt auf Neues Layout.

    Schaltfläche "Neues Layout"

  9. Wählen Sie unter ANSI - Querformat das Format Letter aus.

    Layout hinzufügen

    Es wird das Fenster Layout hinzugefügt, und der Bereich Inhalt wird aktualisiert, sodass die im Layout verfügbaren Elemente angezeigt werden. Sie können durch Wechseln zwischen den Registerkarten zwischen der Layout- und Kartenansicht wechseln.

  10. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Einfügen in der Gruppe Kartenrahmen auf den Dropdown-Pfeil Kartenrahmen, und wählen Sie Rondônia aus.

    Kartenrahmen "Rondônia" hinzufügen

    Die Karte ändert sich und zeigt einen Rahmen und Lineale mit den Dimensionen des Layouts an. Die Dimensionen sind in den in Ihrer Software voreingestellten Maßeinheiten angegeben und können von denjenigen in der folgenden Abbildung abweichen.

  11. Zeichnen Sie ein Rechteck in der Größe des weißen Layouts, um die Karte hinzuzufügen, so dass sie die ganze Seite ausfüllt.

    Die gesamte Seite ausfüllender Kartenrahmen

    Der Interessenbereich Rondônia ist klein und nicht in der Mitte angeordnet. Um dies zu korrigieren, aktivieren Sie die Karte, damit Sie sie verschieben können. Layouts sind standardmäßig statisch, da sie nicht verschoben werden sollen, wenn Sie Text und andere Elemente auf der Karte hinzufügen.

  12. Klicken Sie im Bereich Inhalt unter Layout mit der rechten Maustaste auf Kartenrahmen, und wählen Sie Aktivieren aus.

    Kartenrahmen aktivieren

  13. Klicken Sie in der Maßstabsleiste auf das Dropdown-Menü, und wählen Sie den Maßstab 1:3.000.000 aus.

    Maßstab ändern

  14. Ziehen Sie den Bundesstaat Rondônia, um ihn auf der Karte zu zentrieren, und klicken Sie auf der Registerkarte Layout auf Layout, um die Karte zu fixieren.

    Layout fixieren

    Als Bundesstaatsgrenzen, die Sie symbolisiert haben, wird der Umriss von Rondônia angezeigt. Sie fügen einen weiteren ArcGIS Living Atlas-Layer hinzu, damit sich der Bundesstaat stärker abhebt.

  15. Klicken Sie ggf. im Bereich Katalog auf die Registerkarte Living Atlas. Suchen Sie nach World Administrative Divisions.

    Es gibt mehrere Optionen, einschließlich Webkarten und Kachel-Layer. Um die Daten zur aktuellen Karte hinzuzufügen, suchen Sie das Feature-Layer-Ergebnis.

  16. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Feature-Layer World Administrative Divisions, und wählen Sie Zu aktueller Karte hinzufügen aus.

    World Administrative Divisions

    Der Layer wird dem Layout hinzugefügt und verdeckt in seinem Standardzustand alle Layer unter ihm. Dies entspricht in gewissem Maße Ihren Absichten, jedoch sollte Rondônia nicht verdeckt werden. Damit der Layer überall außer über diesem Bundesstaat angezeigt wird, legen Sie eine Definitionsabfrage fest.

  17. Klicken Sie im Bereich Inhalt unter Kartenrahmen mit der rechten Maustaste auf World_Administrative_Divisions, und wählen Sie Eigenschaften aus.

    Das Fenster Layer-Eigenschaften wird angezeigt.

  18. Klicken Sie im linken Bereich auf Definitionsabfrage.

    Definitionsabfrage

    Mit einer Definitionsabfrage können Sie Regeln festlegen, die definieren, für welche Attribute der Layer angezeigt wird. Sie schreiben eine SQL-Abfrage, um alle Features außer Rondônia auszuwählen.

  19. Klicken Sie auf Neue Definitionsabfrage, und klicken Sie auf die Pfeile, um die Abfrage ISO Code ist nicht gleich BRRO zu erstellen. Klicken Sie auf das grüne Häkchen, um die Anweisung zu überprüfen. Klicken Sie auf Übernehmen.

    Abfrage hinzufügen

    ISO-Codes sind international anerkannte, aus zwei Buchstaben bestehende Codes für die einzelnen Länder. In diesem Code steht BR für Brasilien und RO für Rondônia.

  20. Klicken Sie auf OK.

    Definitionsabfrage anwenden

    Jetzt symbolisieren Sie den Layer, damit er weniger auffällig dargestellt wird.

  21. Klicken Sie im Bereich Inhalt für World_Administrative_Divisions auf das Symbolfeld.

    Der Bereich Symbolisierung wird angezeigt.

  22. Klicken Sie ggf. im Bereich Symbolisierung auf die Registerkarte Eigenschaften. Blenden Sie das Menü für Farbe ein, und wählen Sie Grau 30 % aus. Geben Sie für Umrissstärke den Wert 0 Pkt ein, und klicken Sie auf Übernehmen.
  23. Stellen Sie im Bereich Inhalt sicher, dass der Layer World_Administrative_Divisions ausgewählt ist. Klicken Sie auf die Registerkarte Feature-Layer, und legen Sie den Wert für Transparenz auf 50 Prozent fest.

    Transparenz ändern

Layout-Elemente hinzufügen

Nachdem Sie die Karte an der gewünschten Position fixiert haben, können Sie weitere Elemente hinzufügen. Sie fügen als Erstes einen Titel hinzu.

  1. Klicken Sie im Menüband auf der Registerkarte Einfügen in der Gruppe Grafiken und Text auf das Werkzeug Gerader Text.

    Textfeld

  2. Klicken Sie oben links auf die Karte, um ein Textfeld einzufügen.
  3. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf das Element Text, benennen Sie es in Title um, und doppelklicken Sie dann auf Title.

    Der Bereich Element wird angezeigt. In diesem Bereich können Sie den Text bearbeiten und festlegen, wie er angezeigt wird.

  4. Geben Sie im Bereich Element unter Text, den Text Deforestation in Rondônia, Brazil ein, oder kopieren Sie den Text, und fügen Sie ihn ein.

    Formatierter Titel

    Der Text lautet jetzt wie gewünscht, das Schwarz ist jedoch vor dem Hintergrund der Grundkarte zum Großteil nicht sichtbar.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Textsymbol, und erweitern Sie Aussehen.

    Registerkarte "Textsymbol"

  6. Wählen Sie für Schriftartenname den Namen Constantia, und ändern Sie den Wert für Größe in 21 Pkt.
    Hinweis:

    Zum schnellen Suchen einer Schriftart beginnen Sie mit der Eingabe ihres Namens.

  7. Klicken Sie für Farbe auf das Menü, und wählen Sie Arktisweiß aus.

    Text in Arktisweiß

  8. Klicken Sie auf Übernehmen.

    Der Titel wird jetzt leserlich dargestellt.

  9. Ziehen Sie auf der Karte den Titel, bis er zentriert ist.

    Kartentitel

    Als Nächstes fügen Sie eine Legende hinzu. Eine Legende zeigt an, was die Symbole der Karte darstellen. Sie formatieren die Legende so, dass sie in das Layout passt und Informationen so übersichtlich wie möglich vermittelt werden.

  10. Klicken Sie auf der Registerkarte Einfügen in der Gruppe Kartenumgebung auf Legende.

    Eine Legende hinzufügen

  11. Zeichnen Sie auf der rechten Seite der Karte ein Rechteck.

    Der Karte hinzugefügte Legende

    In der Legende werden automatisch alle Layer der Karte angezeigt. Zu diesen zählt jetzt der Layer World_Administrative_Divisions, der nicht angezeigt werden soll.

  12. Klicken Sie ggf. im Bereich Inhalt auf Legende. Blenden Sie im Bereich Element für die Legende Legendenelemente ein, und klicken Sie auf Eigenschaften anzeigen.

    Legendeneigenschaften

    Im Bereich Inhalt wird die Gruppe Legende eingeblendet.

  13. Deaktivieren Sie World_Administrative_Divisions, um diesen Layer aus der Legende zu entfernen.

    Legendenelemente

    Der Standardlegendentext ist dunkel und schwierig vor dem Hintergrund zu erkennen. Ändern Sie daher wie beim Standardtiteltext die Schriftart und Schriftfarbe.

  14. Klicken Sie im Bereich Legende formatieren auf Textsymbol, und blenden Sie Aussehen ein.
  15. Ändern Sie Schriftartenname in Constantia und Größe in 14 Pkt. Klicken Sie auf Übernehmen.
  16. Ziehen Sie die Legende unter die Bundesstaats-Grenzlinie, die sich nach rechts erstreckt.

    Platzierung der Legende

  17. Speichern Sie das Projekt.

Eine Nebenkarte erstellen

Als Nächstes erstellen Sie eine Nebenkarte. Eine Neben- oder Locator-Karte ist eine kleinere Karte, die die geographische Position der Hauptkarte anzeigt. Da die meisten Menschen die Position von Rondônia, Brasilien, nicht kennen, erhält Ihre Karte durch eine Nebenkarte wichtigen geografischen Kontext. Ihre Nebenkarte wird im leeren Datenrahmen Ihres Layouts angezeigt.

Um mehrere Karten in ein Layout aufzunehmen, muss jede Karte einzeln sein. Um dies zu erreichen, fügen Sie die Grundkarte World Imagery (Firefly) in eine neue Karte ein und ändern die Projektion.

  1. Blenden Sie Kartenrahmen im Bereich Inhalt ein, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf World Imagery (Firefly). Wählen Sie Kopieren aus.
  2. Klicken Sie auf die Kartenregisterkarte Brazilian Rainforest. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Einfügen. Klicken Sie in der Gruppe Projekt auf Neue Karte.

    Durch Aktivierung der Kartenregisterkarte Brazilian Rainforest wird sichergestellt, dass Sie die richtige Registerkarten verwenden. Für Layouts und Karten gibt es jeweils eine Registerkarte vom Typ Einfügen.

    Registerkarte "Neue Karte"

    Die Karte wird in einer Standardansicht geöffnet.

  3. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Karte, und wählen Sie Einfügen aus.

    Grundkarte einfügen

    Der Karte wird der Grundkarten-Layer hinzugefügt.

    Der Karte hinzugefügte Layer "World Imagery (Firefly)"

  4. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt alle anderen Grundkarten, und lassen Sie World Imagery (Firefly) aktiviert.
  5. Doppelklicken Sie im Bereich Inhalt auf Karte, um das Fenster Karteneigenschaften zu öffnen.
  6. Klicken Sie im linken Bereich auf Koordinatensysteme. Geben Sie im Textfeld Suchen den Suchtext world from space ein.

    Koordinatensystem ändern

  7. Drücken Sie die Eingabetaste.
  8. Blenden Sie Projiziertes Koordinatensystem und Welt ein, und wählen Sie The World from Space aus. Klicken Sie auf OK.

    The World from Space

    Die Grundkarte wird in der neuen Projektion neu dargestellt.

    Projektion "World from Space"

    Sie sieht wie eine Sicht auf die Erde aus dem Weltraum aus, das Gebiet von Brasilien, das angezeigt werden soll, ist jedoch in der Ansicht nicht enthalten.

  9. Doppelklicken Sie im Bereich Inhalt auf Karte. Klicken Sie auf der Registerkarte Koordinatensysteme mit der rechten Maustaste auf The World From Space, und wählen Sie Kopieren und Ändern aus.

    Projektion kopieren und ändern

  10. Ändern Sie im Fenster Projiziertes Koordinatensystem ändern den Wert von Längengrad des Mittelpunktes in -65 und den Wert von Breitengrad des Mittelpunktes in -15.

    Breitengrad und Längengrad des Mittelpunktes

  11. Klicken Sie auf Speichern und dann auf OK.

    Die Welt ist jetzt über Südamerika zentriert.

    Auf Südamerika zentrierte Karte

  12. Klicken Sie auf die Ansicht Layout, um das Layout anzuzeigen. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Einfügen auf Kartenrahmen, und wählen Sie den Kartenrahmen, der die Welt aus dem Weltall zeigt.

    Kartenrahmen hinzufügen

  13. Zeichnen Sie in der unteren linken Ecke der Karte ein Rechteck.

    Ziehen Sie einen Kartenrahmen auf.

    Der Kartenrahmen wird dem Layout hinzugefügt.

  14. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den eben hinzugefügten Kartenrahmen, und klicken Sie auf Aktivieren. Verkleinern Sie die Ansicht, bis der Kontinent Südamerika sichtbar ist.

    Zweiter Kartenrahmen

    Auf der Nebenkarte wird das gesamte Südamerika angezeigt. Dies ist hilfreich, um den Bundesstaat Rondônia zu finden, er wird jedoch nicht identifiziert. Um die Position von Rondônia in Südamerika anzuzeigen, fügen Sie einen Ausdehnungsindikator hinzu. Dies ist ein Feld, in dem der Interessenbereich angezeigt wird.

  15. Klicken Sie oben im Kartenbereich auf Layout, um den Kartenrahmen zu deaktivieren. Vergewissern Sie sich, dass der Rahmen der Nebenkarte in der Karte ausgewählt ist (auf dem Rahmen werden Ziehpunkte angezeigt), und dass im Bereich Inhalt Kartenrahmen 1 ausgewählt ist.
  16. Klicken Sie auf der Registerkarte Einfügen in der Gruppe Kartenrahmen auf Ausdehnungsindikator, und wählen Sie Kartenrahmen aus.

    Ausdehnung

    Dem Kontinent Südamerika wird ein Ausdehnungsindikator hinzugefügt, um die Position von Rondônia anzuzeigen. Da seine Standardfarbe zu dunkel ist, um deutlich wahrgenommen zu werden, ändern Sie sie. Zudem wird im Bereich Inhalt das Element Ausdehnungsindikator angezeigt.

  17. Doppelklicken Sie im Bereich Inhalt auf Ausdehnung des Kartenrahmens. Klicken Sie im Bereich Ausdehnung des Kartenrahmens unter Ausdehnungsindikator auf Symbol.

    Symbol für Ausdehnungsindikator festlegen

  18. Ändern Sie unter Aussehen die Umrissfarbe in Arktisweiß, die Umrissbreite in 2 Pkt, und klicken Sie auf Übernehmen.

    Fertig gestelltes Layout

    Sie haben ein Layout und einen Ausdehnungsindikator erstellt, damit Benutzer zum richtigen Gebiet in Ihrem Untersuchungsgebiet gelangen. Sie können weitere Elemente wie etwa einen Nordpfeil oder eine Maßstabsleiste hinzufügen. Vorerst exportieren und drucken Sie die Karte jedoch so wie sie ist.

  19. Speichern Sie das Projekt.

Layout exportieren und drucken

Wenn Sie das Layout nach Ihren Vorstellungen erstellt haben, können Sie es auf verschiedene Arten freigeben, beispielsweise indem Sie es als Bild exportieren. Sie können auch das ganze Projekt oder nur das Layout für andere ArcGIS Pro-Benutzer exportieren. Wenn Sie die Karte für andere Benutzer freigeben möchten, die ArcGIS Pro nicht installiert haben, können Sie die Karte als Bild exportieren und den Benutzern senden. Zudem können Sie die Karte direkt aus ArcGIS Pro drucken.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Freigeben. Klicken Sie in der Gruppe Ausgabe auf Layout exportieren.

    Schaltfläche "Layout exportieren"

    Hinweis:

    Sie können auch auf den Pfeil nach unten für Layout exportieren klicken, um auf Exportvoreinstellungen zuzugreifen. In den Exportvoreinstellungen werden Parameter für jeden Exporttyp gespeichert, sodass der Exportprozess und die Ausgaben konsistent sind. Sie können auch eigene Voreinstellungen erstellen und diese wiederverwenden.

    Der Bereich Export wird angezeigt.

  2. Klicken Sie im Bereich Exportieren auf das Dropdown-Menü unter Dateityp.

    Daraufhin wird eine Liste mit verfügbaren Exporttypen angezeigt.

    Liste mit Exporttypen für ein Layout

    Es stehen verschiedene Exportdateitypen zur Auswahl, zum Beispiel JPEG, PDF, PNG und TIFF. Exportieren Sie das Layout als PNG-Datei.

  3. Wählen Sie für Dateityp den Typ PNG aus.

    Wählen Sie in der Liste die Option "PNG" aus.

  4. Geben Sie unter Name den Namen RondoniaDeforestationLayout ein, und notieren Sie sich den Speicherort der Datei.
  5. Übernehmen Sie die übrigen Standardeinstellungen, und klicken Sie auf Exportieren.
  6. Klicken Sie nach dem Exportieren im Bereich Exportieren auf Exportierte Datei anzeigen.

    Exportierte Datei anzeigen

    Das Layout wird als Bild angezeigt, anhand dessen andere Benutzer die Auswirkungen der geplanten Straße auf die Abholzung erkennen können. Wenn Sie möchten, können Sie die Karte auch auf Papier ausdrucken.

  7. Kehren Sie zu ArcGIS Pro zurück. Klicken Sie auf der Registerkarte Freigeben auf Layout drucken.
    Hinweis:

    Wenn Sie keinen Drucker eingerichtet haben, können Sie diesen Schritt überspringen.

    Schaltfläche "Layout drucken"

  8. Wählen Sie im Bereich Layout drucken die Option Druckername aus, und legen Sie unter Papier für Größe die Einstellung Letter fest. Klicken Sie auf Drucken.
  9. Sehen Sie sich die gedruckte Karte an, ob Sie sie noch verbessern können. Speichern Sie das Projekt.

    Sie haben das Kartenlayout exportiert und gedruckt, sodass Sie es für andere freigeben können und über einen Ausdruck verfügen.

In dieser Lektion haben Sie eine Karte erstellt und ihr Daten hinzugefügt, die Daten symbolisiert und geändert, Analysen zur Beantwortung einer geographischen Frage durchgeführt und Ihre Ergebnisse in Form einer druckbaren Karte freigegeben. Weitere Projekte, die in ArcGIS Pro bearbeitet werden können, werden in Ein Modell zum Verbinden der Lebensräume von Berglöwen erstellen und Kartografische Darstellungen in ArcGIS Pro erstellen beschrieben.

Weitere Lektionen finden Sie in der Learn ArcGIS-Lektionsgalerie.