Raster-Daten generieren

Der Yucaipa Valley Water District (YVWD) hat mit einer Drohne Luftbilder der Wasseraufbereitungsanlage aufgenommen. Die Wasseraufbereitungsanlage enthält ein Regenwasser-Rückhaltebecken. Mit diesem Feature befassen Sie sich in dieser Lektion. Zuerst konvertieren Sie mit ArcGIS Drone2Map die Bilddaten in die folgenden Datenprodukte:

  • Orthomosaik: Ein Bild, das aus vielen kleineren, aneinander ausgerichteten Bildern besteht
  • Digitales Oberflächenmodell (DSM): Ein Bild, das die Höhen einer Fläche, einschließlich der Bauwerke und Vegetation, darstellt
  • Digitales Terrain-Modell (DTM): Ein Bild, das die Geländehöhe einer Fläche darstellt, ohne Bauwerke und Vegetation zu berücksichtigen
Hinweis:

Da sich die Drohnenbilder teilweise überlappen, können in Drone2Map Berechnungen im Back-End durchgeführt werden, um dreidimensionale Höhenangaben abzuleiten. In diesem Prozess wird die Technik Struktur aus Bewegung verwendet.

Diese Datasets liefern eine genaue Karte der Anlage und die Höhendaten, die zum Berechnen des Volumens des Regenwasser-Rückhaltebeckens benötigt werden.

Die Drohnenbilder herunterladen

Die von der Drohne erfassten Bilder werden online in einem gezippten Dateiordner gespeichert. Sie laden den Ordner herunter, entpacken dessen Inhalt und schauen sich einige Bilder an, bevor Sie sie einem Drone2Map-Projekt hinzufügen.

  1. Wechseln Sie zur Elementseite yvwd_images und klicken Sie auf Herunterladen.
    Die Schaltfläche "Download"

    Die Datei .zip wird auf den Computer heruntergeladen.

  2. Suchen Sie die heruntergeladene Datei. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und extrahieren Sie sie an einem Speicherort, den Sie leicht wiederfinden, beispielsweise den Ordner "Dokumente".
  3. Öffnen Sie den Ordner.

    Ordner mit den Drohnenbildern

    Der Ordner enthält 19 Bilder.

  4. Doppelklicken Sie auf das Bild mit dem Namen DJI_0984.

    Eine Vorschau wird angezeigt. Dieses Bild zeigt eine Draufsicht des Regenwasser-Rückhaltebeckens, das Sie später vermessen. Das Becken ist leer, da es jeden Sommer zur Vorbereitung auf die nächste Regenperiode vom YVWD gereinigt wird. Anhand dieses Bildes lässt sich die Tiefe des Beckens jedoch schlecht abschätzen.

    Regenwasser-Rückhaltebecken

  5. Schließen Sie die Vorschau.

Erstellen eines Drone2Map-Projekts

Als Nächstes erstellen Sie ein neues Projekt in Drone2Map und fügen die Drohnenbilder zu einer Karte hinzu.

  1. Öffnen Sie ArcGIS Drone2Map.
    Hinweis:

    Wenn Sie nicht über Drone2Map verfügen, können Sie sich für eine kostenfreie Testversion registrieren.

  2. Melden Sie sich mit Ihrem lizenzierten ArcGIS-Konto an, falls Sie dazu aufgefordert werden.
    Hinweis:

    Sollten Sie kein Organisationskonto besitzen, können Sie sich für eine kostenfreie Testversion von ArcGIS registrieren.

    Die Anwendung wird geöffnet. Basierend auf dem Typ von Daten, den Sie erstellen, können Sie aus verschiedenen Projektvorlagen wählen. Die für Sie interessanten Datentypen "Orthomosaik", "DTM" und "DSM" gehören zur 2D-Kategorie, da sie aus 2D-Rastern bestehen. Ein Raster ist ein Gitternetz, in dem jede Zelle (oder jedes Pixel) einen Wert enthält. So enthält beispielsweise bei einem DTM oder DSM jede Zelle einen Terrainhöhenwert.

  3. Klicken Sie für Projektvorlage auswählen auf 2D vollständig, und klicken Sie auf Weiter.

    Projektvorlage "2D vollständig"

    Als Nächstes geben Sie einige der Projektparameter an und wählen die Bilder aus, die im Projekt verwendet werden sollen.

  4. Geben Sie für Give Your Project a Name den Namen YVWD Recycled Water Facility ein.
  5. Klicken Sie auf Durchsuchen, um den Speicherort für die Projektdaten auf Ihrem Computer auszuwählen.
  6. Klicken Sie auf Ordner hinzufügen.

    Schaltfläche "Ordner hinzufügen"

    Das Fenster Bildordner suchen wird angezeigt.

  7. Navigieren Sie zu dem heruntergeladenen Ordner yvwd-images, der Ihre Bilder enthält, und wählen Sie ihn aus. Klicken Sie auf OK.

    Die Bilder werden in die Tabelle geladen.

    Tabelle mit geladenen Bildern

    Jedes Bild verfügt über die Attribute Lat [Y] (Breitengrad), Long [X] (Längengrad) und Alt [Z] (Höhe). Diese geographischen Attribute wurden von der Drohne bei der Aufnahme jedes Bildes gespeichert, sodass die Bilder auf der Karte verortet werden können. Für diese Bilder ist das Standard-Koordinatensystem ausreichend.

  8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erstellen.

    Es wird eine Karte mit 19 Punkten – ein Punkt für jedes Bild – erstellt. Die Punkte sind durch orange Linien miteinander verbunden. Diese stellen die Flugbahn dar, die die Drohne bei der Erfassung der Bilder zurückgelegt hat. Die Drohnenbilder selber werden nicht auf der Karte angezeigt.

    -Projekt mit einer Karte der Bildpunkte und der Flugbahn

Verarbeiten der Daten

Um die Bilder in Datenprodukte zu konvertieren, die Sie für Analysen verwenden können, müssen Sie sie verarbeiten. Da Sie die Vorlage 2D vollständig ausgewählt haben, wurde für das Projekt automatisch festgelegt, dass ein Orthomosaik, ein DSM und ein DTM generiert werden.

Hinweis:

Sie können benutzerdefinierte Einstellungen auswählen, indem Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Startseite auf Optionen klicken, aber in dieser Lektion behalten Sie die Standardeinstellungen bei.

  1. Stellen Sie sicher, dass die Registerkarte Start auf dem Menüband ausgewählt ist. Klicken Sie in der Gruppe Verarbeitung auf Start.

    Schaltfläche "Start"

    Die Verarbeitung beginnt.

    Hinweis:

    Der Vorgang kann 15 Minuten oder länger dauern.

  2. Sie können den Prozessstatus überwachen, indem Sie auf die Fortschrittsleiste rechts unten auf dem Bildschirm achten.

    Statusleiste

    Wenn die Verarbeitung abgeschlossen ist, werden drei neue Datasets im Bereich Inhalt hinzugefügt: ein Orthomosaik, ein Digitales Oberflächenmodell (DSM) und ein Digitales Terrain-Modell (DTM). Diese Datasets werden auch der 2D-Karte hinzugefügt. Zurzeit können Sie nur das Orthomosaik sehen, das die gesamte Fläche als Bild in natürlichen Farben darstellt.

    Orthomosaik-Bild auf der Karte

  3. Deaktivieren Sie im Bereich Contents den Layer Orthomosaic.

    Layer "Orthomosaik" in der Gruppe "Bilddatenprodukte" im Bereich "Inhalt"

    Jetzt ist das DSM der sichtbare Layer. Das DSM ist ein Raster, das die Höhe der Fläche einschließlich Strukturen und Vegetation darstellt.

    DSM auf der Karte

    Hinweis:

    Möglicherweise wurden die Layer bei Ihnen in einer anderen Reihenfolge hinzugefügt, und das DSM befindet sich unter dem DTM.

  4. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt die Option Digitales Oberflächenmodell.

    Jetzt ist das DTM der sichtbare Layer.

    DTM auf der Karte

    Das DSM und das DTM sehen in diesem Fall relativ ähnlich aus, aber das DTM ist glatter und frei von Gebäuden und Vegetation. In beiden können Sie die Form des Regenwasser-Rückhaltebeckens recht deutlich erkennen.

    Als Nächstes sehen Sie sich diese drei Layer in 3D an.

  5. Schließen Sie den Bereich Verwalten, und klicken Sie auf die Registerkarte 3D-Karte.

    Registerkarte "3D-Karte"

  6. Klicken Sie in der Karte auf den Pfeil Vollständige Steuerung anzeigen des Werkzeugs Navigator, um es zu erweitern.

    Den Navigator erweitern

  7. Erkunden Sie die 3D-Szene. Verwenden Sie das innere Rad des Werkzeugs Navigator, um die Szene zu neigen und zu drehen. Verwenden Sie das Mausrad, um die Ansicht zu vergrößern bzw. zu verkleinern, und ziehen Sie mit der Maus, um die Ansicht zu schwenken.

    Inneres Rad des Werkzeugs "Navigator"

    Hinweis:

    Weitere Hilfestellungen für das Erkunden von 3D-Szenen finden Sie im Hilfethema Navigation.

  8. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Layer Orthomosaik, DTM und DSM, um sie zu visualisieren. Achten Sie dabei besonders auf das Regenwasser-Rückhaltebecken.

    3D-Ansicht des Regenwasser-Rückhaltebeckens

    Die drei Produkte wirken eingesunken, da das als primäre Höhenoberfläche verwendete DTM lediglich einen kleinen Bereich abdeckt. Außerhalb des Untersuchungsgebiets wird statt dessen die Oberfläche "WorldElevation3D/Terrain3D" verwendet. Der Höhenunterschied zwischen den beiden Oberflächen ist auf eine unterschiedliche Auflösung zurückzuführen. Das (eingesunken wirkende) DTM ist die genauere Oberfläche.

    In der 3D-Ansicht sind die Form und die Details des Regenwasser-Rückhaltebeckens wieder sehr genau zu erkennen.

  9. Drücken Sie Strg+S, um Ihr Projekt zu speichern.

In diesem Modul haben Sie Drohnenbilder in drei verschiedene Datenprodukte konvertiert: ein Orthomosaik, ein DTM und ein DSM. Als Nächstes berechnen Sie das Volumen des Beckens.


Volumen schätzen

Sie werden nun die Gesamtkapazität des Beckens berechnen. Dazu verwenden Sie die Geoverarbeitungswerkzeuge in ArcGIS Pro.

Hinweis:

Drone2Map verfügt über ein Werkzeug zur Volumenberechnung auf dem Menüband der Registerkarte Analyse. Es handelt sich um ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem Sie, basierend auf einer Polygon-Grenze, die Sie in der 2D-Karte darstellen, schnell ein Volumen schätzen können. Es funktioniert besonders gut, wenn die Grenzen des jeweiligen Features gut definiert sind. Aufgrund der Form des Regenwasser-Rückhaltebeckens ist jedoch nicht klar, ob die Grenzen präzise sind. Sie erhalten also eine genauere Messung, wenn Sie die Geoverarbeitungswerkzeuge in ArcGIS Pro verwenden.

Das Projekt in ArcGIS Pro öffnen

Konvertieren Sie zunächst das Drone2Map-Projekt in ein ArcGIS Pro-Projekt.

  1. Klicken Sie in Drone2Map auf die Registerkarte 2D-Karte.
  2. Stellen Sie im Bereich Inhalt sicher, dass die Layer Orthomosaic, Digital Surface Model und Digital Terrain Model aktiviert sind. Deaktivieren Sie Project Data und Map Notes, und blenden Sie diese Layer aus, da Sie diese Layer nicht mehr benötigen.

    Aktivieren und Deaktivieren von Layern in Vorbereitung auf die Konvertierung für ein

  3. Drücken Sie Strg+S, um Ihr Projekt zu speichern.
  4. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Analyse in der Gruppe Werkzeuge auf In ArcGIS Pro öffnen.

  5. Klicken Sie im Fenster In ArcGIS Pro öffnen auf Ja.

    ArcGIS Pro wird geöffnet.

  6. Melden Sie sich mit Ihrem lizenzierten ArcGIS-Konto an, falls Sie dazu aufgefordert werden.
    Hinweis:

    Sollten Sie weder ArcGIS Pro noch ein ArcGIS-Konto besitzen, können Sie sich für eine kostenfreie Testversion von ArcGIS registrieren.

    Alle im Drone2Map-Projekt vorhandenen Elemente sind auch im ArcGIS Pro-Projekt vorhanden.

    Bereich "Inhalt" und Kartenansicht in

  7. Schließen Sie Drone2Map.
    Hinweis:

    Wenn Sie das Projekt irgendwann schließen und erneut in ArcGIS Pro öffnen müssen, navigieren Sie zum Projektordner YVWD Recycled Water Facility auf Ihrem Computer, und doppelklicken Sie auf YVWD Recycled Water Facility.aprx.

Senken mit einem Geoverarbeitungsmodell füllen

Um das Beckenvolumen zu berechnen, verwenden Sie DTM als Ihr primäres Dataset, da es präzise Höhenangaben für die gesamte Beckenoberfläche bietet.

Das erste von Ihnen verwendete Geoverarbeitungswerkzeug ist Füllung. Mit diesem Werkzeug werden alle ermittelten Senken in Höhenangaben gefüllt, und es wird ein neues Raster mit den aktualisierten Höhenwerten erstellt. Senken sind Gebiete mit einer geringeren Höhe als alle Gebiete um sie herum. Wasser, das hineinfließt, kann nicht wieder abfließen. Das Regenwasser-Rückhaltebecken ist eine Senke. Indem Sie es füllen und dann die Füllhöhe mit der ursprünglichen Höhe des Beckens vergleichen, können Sie die Volumenkapazität ermitteln.

Funktionsweise von "Füllung"
Funktionsweise von "Füllung": Das ursprüngliche DTM (grün) und die gefüllte Senke (rot) werden angezeigt.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Analyse in der Gruppe Geoverarbeitung auf Werkzeuge.

    Schaltfläche "Geoverarbeitungswerkzeuge"

  2. Daraufhin wird der Bereich Geoverarbeitung angezeigt. Sie können in diesem Bereich nach Werkzeugen suchen.
  3. Geben Sie Füllung in das Suchfeld ein. Klicken Sie in der Liste der Ergebnisse auf das Werkzeug Füllung.

    Suche nach Werkzeug "Füllung"

  4. Legen Sie im Werkzeugbereich Füllung die folgenden Parameter fest:
    • Wählen Sie für Eingabe-Oberflächen-Raster den Eintrag DEM Products\Digital Terrain Model aus.
    • Ändern Sie für Ausgabe-Oberflächen-Raster den Ausgabenamen am Ende des Pfads von YVWD Recycled Water Facility.gdb in Fill_Result.

    Parameter des Werkzeugs "Füllung"

  5. Klicken Sie auf Ausführen.

    Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, wird der neue Layer Fill_Result im Bereich Inhalt und auf der Karte angezeigt. Mit dem Werkzeug Füllung wurden alle Mulden in der DTM-Höhenoberfläche gefüllt. Im nächsten Schritt verwenden Sie das Werkzeug Abtrag/Auftrag, mit dem die Volumenänderungen zwischen zwei Oberflächen berechnet werden, in diesem Fall zwischen dem ursprünglichen Digital Terrain Model und dem Layer Fill_Result.

  6. Klicken Sie im Bereich Geoverarbeitung auf die Schaltfläche Zurück.

    Schaltfläche "Zurück" im Bereich "Geoverarbeitung"

  7. Navigieren Sie zum Werkzeug Abtrag/Auftrag, und öffnen Sie es.
    Hinweis:

    Sie können das Werkzeug "Abtrag/Auftrag" aus "3D Analyst Tools" oder aus "Spatial Analyst Tools" verwenden.

  8. Legen Sie die folgenden Parameter für das Werkzeug Abtrag/Auftrag fest:
    • Wählen Sie für Eingabeoberfläche: Vorher-Raster den Eintrag DEM-Produkte\Digital Terrain Model aus.
    • Wählen Sie für Eingabeoberfläche: Nachher-Raster Fill_Result aus.
    • Ändern Sie für Ausgabe-Raster den Ausgabenamen am Ende des Pfads von YVWD Recycled Water Facility.gdb in Volume_Raster.

    Parameter des Werkzeugs "Abtrag/Auftrag"

  9. Klicken Sie auf Ausführen.

    Nach Abschluss des Vorgangs wird das neue Raster Volume_Raster angezeigt. Auf diesem Layer werden alle Gebiete, die gefüllt wurden, in Rot gekennzeichnet.

    Der Layer "Volume_Raster" mit den gefüllten Senken in Rot

    Sie öffnen nun die Attributtabelle Volume_Raster, um das Volumen des Rückhaltebeckens zu ermitteln.

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Volume_Raster, und wählen Sie Attributtabelle aus.

    Die Attributtabelle öffnen

    Die Attributtabelle enthält ein Feld namens Volumen mit den Volumenmessungen für die einzelnen Senken. Sie sortieren die Senken vom größten zum kleinsten Volumen.

    Hinweis:

    Alle Volumenwerte werden als negative Zahlen angegeben, weil Sie bei der Verwendung des Werkzeugs Abtrag/Auftrag die größere Höhe von der kleineren subtrahiert haben.

  11. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Spaltenüberschrift für Volumen, und wählen Sie Aufsteigend sortieren aus.

    Menüoption "Aufsteigend"

  12. Klicken Sie auf die Zelle neben der obersten Zeile, um diese auszuwählen.

    Wählen Sie die erste Zeile aus.

    Diese größte Senke entspricht dem Regenwasser-Rückhaltebecken. Sie können erkennen, dass sie mit Abstand das größte Volumen hat (über 5.360,6 im Vergleich zu 25,7 für die zweitplatzierte Senke). Die anderen gefüllten Flächen entsprechen nur sehr kleinen Senken, die von geringfügigen Terrainvariationen verursacht werden.

    Das Volumen für das Becken beträgt 5.360,665928, aber es wurde keine Einheit angegeben. Ermitteln Sie nun die verwendete Einheit.

  13. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Volume_Raster, und wählen Sie Eigenschaften aus.

    Eigenschaften auswählen

  14. Klicken Sie im Fenster Layer-Eigenschaften auf Quelle.
  15. Unter Datenquelle ist für Vertikale Einheiten Meter festgelegt.

    Auf "Meter" festgelegte "Vertikale Einheiten" in den "Layer-Eigenschaften"

    Mit diesem Einheitentyp wird angegeben, dass die Berechnung für das Feld Volumen in Kubikmetern durchgeführt wurde. Daher beträgt das Volumen des Regenwasser-Rückhaltebeckens ca. 5.360,66 Kubikmeter.

  16. Schließen Sie das Fenster Layer-Eigenschaften und die Attributtabelle Volume_Raster.
  17. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Auswahl auf Löschen, um die Auswahl zu entfernen.

    Schaltfläche "Auswahl aufheben"

Eine Polygon-Feature-Class erstellen

Bisher wurde das Becken nur in einem Raster, Volume_Raster, identifiziert. Um es zu einer Karte hinzuzufügen, ist es einfacher, das Becken als Vektor-Feature zu repräsentieren, d. h. als Polygon, das die Grenzen des Beckens zeigt. Sie verwenden das Werkzeug Raster in Polygon hinzu, das ein Raster-Dataset in Polygon-Features konvertiert.

  1. Klicken Sie im Bereich Geoverarbeitung auf die Schaltfläche Zurück. Navigieren Sie zum Werkzeug Raster in Polygon, und öffnen Sie es.
  2. Legen Sie die folgenden Parameter für das Werkzeug Raster in Polygon fest:
    • Wählen Sie für Eingabe-Raster die Option Volume_Raster aus.
    • Behalten Sie für Feld den Eintrag Wert bei.
    • Ändern Sie für Ausgabe-Polygon-Feature den Ausgabenamen am Ende des Pfads von YVWD Recycled Water Facility.gdb in Basin_Polygon.
    • Deaktivieren Sie das Feld Polygon vereinfachen.

    Parameter des Werkzeugs "Raster in Polygon"

  3. Klicken Sie auf Ausführen.

    Ein Polygon-Layer wird der Karte hinzugefügt. Das größte Polygon stellt das Becken dar. Möglicherweise sind jedoch auch viele kleine Polygone zu sehen, die kleine Senken darstellen und für die Analyse nicht relevant sind. Sie erstellen einen Layer, der nur das Becken-Polygon enthält.

  4. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Auswahl auf Auswählen.

    Die Schaltfläche "Auswählen"

  5. Klicken Sie auf der Karte auf das Becken-Polygon, um es auszuwählen.

    Das Becken-Polygon, das im Layer "Basin_Polygon" ausgewählt wurde.

    Hinweis:

    Die Farbe des Layers ist zufällig gewählt und kann sich von dem Beispielbild unterscheiden.

  6. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Basin_Polygon, wählen Sie Daten und dann Features exportieren aus.

    Optionen des Menüs "Features exportieren"

  7. Legen Sie im Fenster Features exportieren die folgenden Parameter fest:
    • Überprüfen Sie unter Eingabe-Features, ob Basin_Polygon ausgewählt ist.
    • Übernehmen Sie für Ausgabeverzeichnis die standardmäßige Geodatabase YVWD Recycled Water Facility.gdb. Dies ist die Geodatabase, in der alle Ihre Layer in diesem Projekt gespeichert werden.
    • Geben Sie für Ausgabename den Namen Retention_Basin ein.

    Parameter "Features exportieren"

  8. Klicken Sie auf Ausführen.

    Der neue Layer wird angezeigt.

  9. Deaktivieren Sie im Bereich Inhalt die Layer Basin_Polygon, Volume_Raster und Fill_Result, um den neuen Layer besser zu sehen.

    Der Layer Retention_Basin enthält ein einziges Polygon, das das Becken repräsentiert. Es wird über den Orthomosaik-Bilddaten angezeigt.

    Layer "Retention_Basin"

    Im nächsten Schritt fügen Sie einige der fehlenden Attributdaten zu diesem Layer hinzu.

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Retention_Basin, und wählen Sie Attributtabelle aus.

    Attributtabelle "Retention_Basin"

    Als das Polygon erstellt wurde, wurde das Feld Volume nicht vom Raster übernommen. Sie fügen es nun wieder mit dem Werkzeug Feld verbinden hinzu, indem Sie das allgemeine Attribut gridcode verwenden, um den richtigen Volumenwert abzurufen.

    Hinweis:

    Die Werte Id und gridcode werden nach dem Zufallsprinzip gewählt und können Abweichungen zeigen.

  11. Klicken Sie im Bereich Geoverarbeitung auf die Schaltfläche Zurück. Navigieren Sie zum Werkzeug Feld verbinden, und öffnen Sie es.
  12. Legen Sie die folgenden Parameter für das Werkzeug Feld verbinden fest:
    • Wählen Sie für Eingabetabelle den Eintrag Retention_Basin aus.
    • Wählen Sie für Eingabe-Join-Feld das Feld gridcode aus.
    • Wählen Sie als Join-Tabelle die Tabelle Volume_Raster aus.
    • Wählen Sie als Join-Tabellen-Feld die Option Wert aus.
    • Wählen Sie unter Felder übertragen das Feld Volume aus.

    Feld verbinden

  13. Klicken Sie auf Ausführen.

    Das Feld Volume wird nun zu den Attributen Retention_Basin hinzugefügt.

    Die Attributtabelle "Retention_Basin" mit dem hinzugefügten Attribut "Volume"

  14. Drücken Sie Strg+S, um das Projekt zu speichern.

In diesem Modul haben Sie verschiedene Datenprodukte geöffnet, die das Regenwasser-Rückhaltebecken in ArcGIS Pro repräsentieren. Anschließend haben Sie Geoverarbeitungswerkzeuge wie Füllung und Abtrag/Auftrag verwendet, um das Volumen des Beckens zu schätzen.


Die Ergebnisse freigeben

Zuvor haben Sie das Volumen des Regenwasser-Rückhaltebeckens geschätzt. Als Nächstes symbolisieren Sie das Becken und konfigurieren Pop-ups, um die wichtigsten Informationen zu vermitteln. Anschließend geben Sie die Ergebnisse als Kartenpaket frei.

Dem Layer einen Style zuweisen

Da Sie die Karte als Paket freigeben möchten, entfernen Sie alle nicht erforderlichen Layer. Außerdem ändern Sie den Style des Layers Retention_Basin in eine Umrisslinie ohne Füllung. Auf diese Weise können Benutzer die Bilddaten des Beckens unter dem Layer sehen.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Basin_Polygon, und wählen Sie Entfernen aus.

    Entfernen Sie den Layer "Basin_Polygon".

  2. Entfernen Sie entsprechend alle Layer mit Ausnahme von Retention_Basin, Orthomosaic und den Grundkarten-Layern.

    Jetzt sind noch zwei Layer vorhanden: "Retention_Basin" und "Orthomosaic".

    Anschließend ändern Sie die Symbolisierung.

  3. Klicken Sie auf das Symbol unter Retention_Basin.

    Symbolisierung ändern

    Der Bereich Symbolisierung wird angezeigt.

  4. Klicken Sie ggf. am oberen Rand des Bereichs Symbolisierung auf Galerie.
  5. Klicken Sie in der Liste der Symbole auf das Symbol Schwarze Umrisslinie (2 Pkte).
    Tipp:

    Damit der vollständige Name eines Symbols angezeigt wird, zeigen Sie mit der Maus darauf.

    Symbol "Schwarze Umrisslinie (2 Pkte")

    Die Karte wird aktualisiert.

    Auf der Karte symbolisiertes Becken

    Das Becken wird jetzt durch eine Umrisslinie symbolisiert, und Benutzer können die Bilddaten sehen.

  6. Schließen Sie den Bereich Symbolisierung.

Pop-ups konfigurieren

Der Layer Retention_Basin wird jetzt wie gewünscht angezeigt. Um sicherzustellen, dass die Benutzer aussagekräftige Informationen sehen, konfigurieren Sie das Pop-up so, dass nur die Fläche und das Volumen des Beckens angezeigt werden.

  1. Klicken Sie in der Karte auf eine beliebige Stelle im Bereich des Rückhaltebeckens, um das entsprechende Informations-Pop-up anzuzeigen.

    Pop-up für "Retention_Basin"

    Das Pop-up enthält zahlreiche Informationen, die für die YVWD-Mitarbeiter nicht relevant sind, wie die ID des Features und die Gridcode-Attribute. Außerdem ist der Volumenwert negativ und die Maßeinheit nicht eindeutig.

  2. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf Retention_Basin, und wählen Sie Pop-ups konfigurieren aus.

    Option "Pop-ups konfigurieren"

    Der Bereich Pop-ups konfigurieren wird angezeigt. Sie können Pop-ups mithilfe von Ausdrücken konfigurieren. Sie verwenden einen Ausdruck, um die Flächen- und Volumenwerte in die vom YVWD gewünschten Einheiten zu konvertieren.

  3. Klicken Sie unten im Bereich Pop-ups konfigurieren auf Ausdrücke.

    Schaltfläche "Ausdrücke"

  4. Klicken Sie auf Neu.

    Neue Schaltfläche

    Das Fenster Ausdruck-Generator wird angezeigt. Zunächst fügen Sie einen Ausdruck hinzu, um die Fläche des Beckens in Tausend Quadratfuß anzuzeigen. Mit diesem Ausdruck sollen zwei Aktionen ausgeführt werden:

    • Mit 10,7639 multiplizieren, um die Fläche von Quadratmeter in Quadratfuß zu konvertieren
    • Durch 1.000 teilen, um die Fläche in Tausend Quadratfuß zu erhalten
  5. Geben Sie im Ausdruck-Generator die folgenden Werte ein:
    • Geben Sie als Name den Text Area ein.
    • Geben Sie als Titel den Text Area ein.
    • Geben Sie als Ausdruck Folgendes ein (oder fügen Sie den Text über die Zwischenablage ein): ($feature.Shape_Area*10.7639)/1000.

    Ausdruck-Generator für die Fläche

  6. Klicken Sie auf OK.

    Als Nächstes fügen Sie einen Ausdruck hinzu, um das Volumen in Millionen Gallonen anzuzeigen. Mit diesem Ausdruck sollen drei Aktionen ausgeführt werden:

    • Mit 264,172 multiplizieren, um das Volumen von Kubikmeter in Gallonen zu konvertieren
    • Durch 1.000.000 teilen, um das Volumen in Millionen Gallonen zu erhalten
    • Mit -1 multiplizieren, um eine positive Zahl zu erhalten

    Die Einheiten erläutern Sie später mithilfe von Text.

  7. Klicken Sie im Bereich Pop-ups konfigurieren auf Neu.
  8. Geben Sie im Ausdruck-Generator die folgenden Werte ein:
    • Unter Name geben Sie Volume ein.
    • Unter Titel geben Sie Volume ein.
    • Geben Sie als Ausdruck ($feature.VOLUME*-264.172)/1000000 ein.

    Ausdruck-Generator für das Volumen

  9. Klicken Sie auf OK.

    Beide Ausdrücke werden konfiguriert. Als Nächstes fügen Sie dem Pop-up die Ausdrücke und den jeweiligen Text hinzu.

  10. Klicken Sie im Bereich Pop-ups konfigurieren auf die Schaltfläche Zurück.

    Die Schaltfläche "Zurück"

    Zunächst ändern Sie den Pop-up-Titel.

  11. Klicken Sie auf {Id}, um den Titel des Pop-up zu bearbeiten.

    Pop-up-Titel

  12. Ersetzen Sie unter Titeloptionen den vorhandenen Text durch Stormwater Retention Basin Capacity. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zurück.

    Bearbeiteter Titel

    Aktuelle besteht der Inhalt des Pop-ups aus einer Liste mit Attributfeldern. Sie ändern diesen in Text, den Sie anpassen können.

  13. Klicken Sie auf die Schaltfläche Text.

    Schaltfläche "Text"

    Ein Objekt des Typs Text wird der Liste der Pop-up-Elemente hinzugefügt.

  14. Klicken Sie neben dem Objekt Text auf die Schaltfläche Pop-up-Element bearbeiten.

    Schaltfläche "Pop-up-Element bearbeiten"

  15. Löschen Sie den aktuellen Text Text, und geben Sie Area = gefolgt von einem Leerzeichen ein.
  16. Klicken Sie auf Feld, und wählen Sie Area {expression/Area} aus.

    Ausdruck "Area" im Menü "Feld"

  17. Fügen Sie ein weiteres Leerzeichen hinzu, und geben Sie thousand square feet ein.

    Zusammen lautet der Text jetzt Area = {expression/Area} thousand square feet.

  18. Drücken Sie die Eingabetaste. Erstellen Sie in der nächsten Zeile entsprechend die Zeichenfolge Volume = {expression/Volume} million gallons.

    Textzeichenfolgen

  19. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zurück.

    Nachdem Sie das Pop-up so formatiert haben, dass die wichtigsten Informationen enthalten sind, müssen nicht mehr alle Felder angezeigt werden.

  20. Klicken Sie neben Felder(8) auf die Schaltfläche Pop-up-Element entfernen.

    Schaltfläche "Pop-up-Element entfernen"

  21. Klicken Sie auf der Karte auf das Feature Retention_Basin, um das neue Pop-up anzuzeigen.

    Becken-Pop-up

    Das Rückhaltebecken hat eine Fläche von fast 43.000 Quadratfuß und ein Fassungsvermögen von mehr als 1,4 Millionen Gallonen Regenwasser.

    Hinweis:

    Es ist möglich, dass Ihre Wert leicht abweichen.

  22. Schließen Sie das Pop-up und den Bereich Pop-ups konfigurieren. Speichern Sie das Projekt.

Die Karte veröffentlichen

Ihre Karte wurde symbolisiert, und die dazugehörigen Pop-ups sind konfiguriert. Als Nächstes veröffentlichen Sie Ihre Ergebnisse als Kartenpaket in ArcGIS Online. Hier können Sie es für die Mitarbeiter des YVWD freigeben.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Freigeben in der Gruppe Paket auf Karte.

    Die Schaltfläche "Karte"

    Das Fenster Karte packen wird angezeigt.

  2. Geben Sie im Bereich Karte packen die folgenden Werte ein:
    • Geben Sie als Name den Text YVWD_Recycled_Water_Facility ein.
    • Geben Sie als Zusammenfassung den Text This map shows the Yucaipa Valley Water District's recycled water facility and stormwater retention basin capacity ein.
    • Geben Sie als Tags Yucaipa, stormwater und basin ein.

    Parameter für "Karte packen"

  3. Aktivieren Sie ggf. für Freigeben für das Kontrollkästchen neben Ihrer Organisation.

    Vor der Freigabe analysieren Sie die Daten, um sicherzustellen, dass keine größeren Fehler vorliegen.

  4. Klicken Sie am unteren Rand des Bereichs Karte packen auf Analysieren.

    Schaltfläche "Analysieren"

    Es wurden keine Fehler oder Warnungen gefunden.

  5. Klicken Sie auf Paket erstellen.

    Nach ein paar Minuten ist die Karte erfolgreich gepackt und in ArcGIS Online gespeichert.

  6. Klicken Sie im Bereich Karte packen auf den Link Das Paket verwalten, damit es in Ihrem ArcGIS Online-Konto angezeigt wird.

    Link "Das Paket verwalten"

    Die YVWD-Mitarbeiter können leicht auf die gepackte Karte zugreifen und sie in ArcGIS Pro öffnen.

  7. Schließen Sie den Bereich Karte.
  8. Speichern Sie das Projekt.

In dieser Lektion haben Sie mehrere Datenprodukte aus Drohnenbilddaten von einem Regenwasser-Rückhaltebecken mit Drone2Map erstellt und einem ArcGIS Pro-Projekt hinzugefügt. Anschließend haben Sie Geoverarbeitungswerkzeuge verwendet, um das Volumen des Rückhaltebeckens zu schätzen. Schließlich haben Sie die Karte konfiguriert und als gepackte Karte in ArcGIS Online veröffentlicht.

Weitere vergleichbare Lektionen finden Sie auf der Seite Introduction to Imagery & Remote Sensing.