Ein Geodatabase-Projekt erstellen

Im Grunde ist die Geodatabase ein Container zum Speichern von räumlichen und Attributdaten und den zwischen ihnen bestehenden Beziehungen. In einer Geodatabase können mit Regeln, Beziehungen und topologischen Verbindungen bestimmte Features und deren Attribute so strukturiert werden, dass sie als integriertes System zusammenwirken. Mit anderen Worten: Mit der Geodatabase können Sie die Realität ganz nach Bedarf einfacher oder auch komplexer modellieren.

Ein ArcGIS Pro-Projekt für eine Geodatabase erstellen

Die Gesamtheit aus Organisation und Struktur einer Geodatabase wird im Allgemeinen als Schema bezeichnet. Vor dem Entwickeln eines Geodatabase-Schemas für die Verwendung durch die Salzburger Tourismusbehörden wäre es hilfreich, ein generisches Grundkartenschema zu untersuchen, das durch Organisationen und Behörden eingesetzt werden könnte, wenn es notwendig wird, dass sie eine bestimmte Sammlung aus Basis- oder Quelldaten verwalten.

Es gibt mehrere Methoden zum Erstellen einer Geodatabase. Für diese Lektion erstellen Sie jedoch zuerst ein ArcGIS Pro-Projekt aus einer Vorlage, die eine Geodatabase enthält. Wenn Sie ein neues Projekt erstellen, wird automatisch eine neue File-Geodatabase erstellt und als Standard-Geodatabase festgelegt. In dieser Geodatabase werden die Daten gespeichert, die durch die Salzburger Tourismusbehörden beim Erstellen von Karten verwendet werden.

Hinweis:

Es liegt im aktuellen Trend, dass Städte, Organisationen und Behörden ihre eigenen Daten verwalten und diese anhand von veröffentlichten und öffentlich verfügbaren Grundkarten, Kartenservices und sonstigen verlässlichen Daten, wie zum Beispiel die Daten, die in ArcGIS Living Atlas of the World verfügbar sind, ergänzen.

  1. Wechseln Sie zur Gruppe Get Started with Geodatabases.

    Gruppe "Get Started with Geodatabases"

  2. Führen Sie einen Bildlauf nach unten bis zur Miniaturansicht Sample Basemap GDB Schema durch. Klicken Sie auf Herunterladen, um die ZIP-Datei herunterzuladen.

    Sample Basemap GDB Schema

  3. Klicken Sie auf die Miniaturansicht SalzburgData, um sie herunterzuladen.

    Miniaturansicht "SalzburgData"

  4. Extrahieren Sie den Inhalt der Dateien an einem Speicherort Ihrer Wahl (zum Beispiel C:\Salzburg).
  5. Öffnen Sie ArcGIS Pro.
    Hinweis:

    Sollten Sie weder ArcGIS Pro noch ein ArcGIS-Konto besitzen, können Sie sich für eine Testversion von ArcGIS registrieren.

    ArcGIS Pro wird mit dem Einführungsbildschirm geöffnet.

  6. Klicken Sie auf Einstellungen, und wählen Sie Optionen aus.

    Der Bereich Optionen wird angezeigt.

  7. Klicken Sie im Bereich Optionen auf Metadaten.
  8. Wählen Sie als Metadaten-Style den Style FGDC CSDGM-Metadaten aus.

    Option für Metadaten-Style

    Auf der ArcGIS Plattform wird für Metadaten ein Basis-Style verwendet, der als Elementbeschreibung bezeichnet wird. Sie können aber einen der zusätzlichen Styles festlegen und modifizieren. Ein solcher Style ist der Style "FGDC CSDGM-Metadaten", ein bekannter und bewährter Metadatenstandard, der in Nordamerika und auch weltweit seit vielen Jahren verwendet wird. Dieser Style ermöglicht Ihnen die Anzeige und Bearbeitung der vollständigen Metadaten.

  9. Klicken Sie auf OK.
  10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zurück, um zu Ihrem Projekt zurückzukehren bzw. es zu öffnen.
  11. Melden Sie sich ggf. mit Ihrem lizenzierten ArcGIS-Konto an.
  12. Klicken Sie unter Neu auf Katalog.

    Vorlage "Katalog"

    ArcGIS Pro bietet einige leere Projektvorlagen, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern.

    • Wählen Sie zum Erstellen einer 2D-Karte die Vorlage Karte aus.
    • Wählen Sie zum Erstellen einer globalen 3D-Szene die Vorlage Globale Szene aus.
    • Wählen Sie für den Start mit einer lokalen 3D-Szene die Vorlage Lokale Szene aus.
    • Um mit der Ansicht Katalog zu beginnen, wählen Sie die Vorlage Katalog aus.

    Wenn Datenmanagement für Sie Vorrang hat, können Sie dieses Projekt auf der Startseite verankern oder beim Starten von ArcGIS Pro automatisch öffnen. Da in dieser Lektion das Hauptaugenmerk auf dem Datenmanagement liegt, ist die Vorlage Katalog eine gute Wahl.

  13. Geben Sie als Name den Text SalzburgGeodatabase ein.
  14. Wählen Sie als Speicherort den Ordner mit Ihrem heruntergeladenen Projektinhalt aus (zum Beispiel C:\Salzburg).

    Häufig ist es hilfreich, einen dedizierten Ordner für das Projekt zu erstellen. Jedes neue Projekt enthält eine Projektdatei (.aprx), eine Standard-Geodatabase und eine Toolbox. Wenn sich diese Elemente in einem gemeinsamen Ordner befinden, lassen sich das Projekt und die Daten leichter finden, freigeben und speichern.

  15. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Einen neuen Ordner für dieses Projekt erstellen aktiviert ist, und klicken Sie auf OK.

    Das Fenster "Neues Projekt erstellen"

    Das Projekt wird mit dem Bereich Inhalt und der Ansicht Katalog geöffnet.

    Bereich "Inhalt" und Ansicht "Katalog"

    Die Ansicht Katalog ermöglicht Ihnen, auf alle mit einem bestimmten Projekt verknüpften Elemente an einem Ort zuzugreifen, und zwar unabhängig davon, ob sie über einen lokalen oder Netzwerkcomputer, über ArcGIS Online, oder über ein ArcGIS Enterprise-Portal verfügbar sind, während Sie Ihr Projekt durch Hinzufügen von Karten, Szenen, Layouts, Verbindungen zu Ordnern und Geodatabases erstellen. Sie können über das Menüband mehrere Katalogansichten öffnen. So können Sie die Inhalte von Datenbanken bzw. Ordnern oder die Metadaten zweier Elemente vergleichen, Style-Elemente von einem Style in einen anderen kopieren usw.

  16. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Ansicht in der Gruppe Fenster auf Bereich "Katalog".

    Der Bereich Katalog wird angezeigt.

    Schaltfläche für den Bereich "Katalog"

    Hinweis:

    Der Bereich Katalog und die Ansicht Katalog ähneln einander, sind aber für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen. Der Bereich Katalog und die Ansicht Katalog können gleichzeitig geöffnet sein, sie arbeiten aber voneinander unabhängig. Sowohl im Bereich als auch in der Ansicht können Sie Daten verwalten und durchsuchen. Wenn Sie neue Elemente generieren, werden diese Elemente nach Typ kategorisiert und auf der Registerkarte "Projekt" im Bereich Katalog sowie in der Projektsammlung in der Ansicht Katalog angezeigt.

    Den Bereich Katalog können Sie sich als vereinfachte Version der Ansicht Katalog vorstellen, die über Registerkarten für Portal, Favoriten und Verlauf den Zugriff auf projektbezogene Komponenten bietet.

    Vergleich von Ansicht "Katalog" und Bereich "Katalog"

    Der Bereich Katalog eignet sich für einen schnellen Zugriff. Die Ansicht Katalog ist besser geeignet, wenn es um Aufgaben im Rahmen des detaillierten Datenmanagements geht, da hier auf dem Menüband die Registerkarten mit den entsprechenden Verwaltungsfunktionen vorhanden sind. Hinzu kommt, dass in der Ansicht Katalog die Elementdetails in Spalten angezeigt werden und auf die Metadaten zugegriffen werden kann.

    In der nächsten Lektion geht es hauptsächlich um die Verwendung der Ansicht Katalog und des zugehörigen Bereichs Inhalt.

  17. Schließen Sie den Bereich Katalog.
  18. Blenden Sie im Bereich Inhalt die Option Datenbanken ein.

    SalzburgGeodatabase.gdb wurde bereits mit dem Projekt erstellt. Bevor Sie die Ansicht Katalog erkunden, sollten Sie eine Ordnerverbindung erstellen, um schnell auf Ihre Lektionsressourcen zugreifen zu können.

  19. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf Ordner.
  20. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Katalog in der Gruppe Erstellen auf Hinzufügen, und wählen Sie Ordnerverbindung hinzufügen aus.

    Schaltfläche "Hinzufügen"

  21. Navigieren Sie im Bereich Ordnerverbindung hinzufügen zum Ordner mit Ihren extrahierten Daten (zum Beispiel C:\Salzburg), und klicken Sie auf OK.

    Eine Ordnerverbindung ist eine Verknüpfung zum Lokalisieren von wichtigen Daten und projektbezogenen Materialien.

  22. Speichern Sie das Projekt.

In dieser Lektion haben Sie ein Projekt für das Füllen einer Geodatabase erstellt und für das Projekt den Standard-Metadaten-Style Elementbeschreibung in den Style FGDC CSDGM-Metadaten geändert. Als Nächstes bewerten Sie verschiedene Datenquellen hinsichtlich ihrer Einbeziehung in Ihrer Geodatabase.


Datenquellen bewerten

In dieser Lektion bewerten Sie potenzielle Datenquellen, die für Ihre Geodatabase "Salzburg" verwendet werden sollen. Typische Kriterien der Datenqualität, die beim Bewerten einer Datenquelle zu berücksichtigen sind, sind Relevanz für die Verwendung, geographische Ausdehnung, Projektion, Aktualität, Daten- und Metadatenstandards, Datenherkunft, mit Daten durchgeführte räumliche Operationen, einschließlich Stichproben, Verarbeitung, Modellierung und Analyse, Genauigkeit und Vollständigkeit, sowie relevante Attribute.

Datenquellen bewerten

Als Nächstes bewerten Sie potenzielle Datenquellen, die für Ihre Geodatabase "Salzburg" verwendet werden sollen. Diese Datenquellen enthalten Shapefiles und KMZ-Dateien.

  1. Öffnen Sie bei Bedarf Ihr Projekt.
  2. Blenden Sie im Bereich Inhalt für die Verbindung Ordner den Unterordner City_of_Salzburg ein.

    Die Ansicht Katalog wird aktualisiert und enthält dann die Sammlung der Shapefiles mit den Daten für die Stadt Salzburg. Zusätzliche Details zu diesen Shapefiles sind in den Spalten Name, Typ und Datum enthalten. Um den Inhalt in einer dieser Spalten zu sortieren, klicken Sie auf die jeweilige Spaltenüberschrift. Zusätzlich zu den Elementdetails ermöglicht die Ansicht Katalog auch den direkten Zugriff auf Informationen, die ein Element beschreiben. Diese werden als Metadaten bezeichnet.

    Elementdetails

    Der Ordner City_of_Salzburg enthält 29 Shapefiles, die die Tourismusbehörden nutzen könnten, indem sie sie beim Aktualisieren von Karten und in neuen Apps als Layer hinzufügen. Bevor Sie entscheiden, welche Datenquellen unverändert verwendet oder mit Daten aus anderen Quellen ersetzt werden sollen, sollten Sie jede potenzielle Datenquelle aufrufen und überprüfen.

  3. Klicken Sie in der Ansicht Katalog auf BicyclePaths.shp.

    Danach wird der Elementtyp angezeigt. Außerdem wird die Registerkarte Metadaten mit detaillierten Informationen für das Shapefile aktualisiert.

    Metadaten für Shapefile

    Die Metadaten enthalten Informationen zu Nutzungsbeschränkungen, Quellennachweis und Raumbezug.

    Überprüfen Sie Beschränkungen und Raumbezug.

    Der Raumbezug wird wie folgt definiert:

    • Geographischer Koordinatenbezug: GCS_MGI
    • Projektion: MGI_Austria_GK_M31

    Beim Entwickeln einer Geodatabase sind die Metadaten für die Beurteilung von Nützlichkeit und Relevanz einer Datenquelle von entscheidender Bedeutung. Weitere Informationen zum Anzeigen und Bearbeiten von Metadaten.

  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Geographie, um die im Shapefile enthaltenen räumlichen Features anzuzeigen und zu überprüfen. Sie können die Karte nach Bedarf schwenken und zoomen.

    Registerkarte "Geographie"

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Tabelle, um die Attributfelder und Attributwerte für Fahrradweg-Features anzuzeigen.

    Registerkarte "Table"

    Beim Abrufen der Metadaten für das Shapefile Bicycle Paths wird deutlich, dass beim Dokumentieren Ihrer Inhalte und der Projektelemente, die Sie erstellen und verwenden, die Metadaten einen wichtigen Teil bilden. Dies können Karten, Projekte, Geoverarbeitungsmodelle und Geodatabase-Datasets sein.

    Hinweis:

    Metadaten werden mit dem Element gespeichert, das sie beschreiben – bei Geodatabase-Elementen in der Geodatabase, bei Projektelementen im Projekt, bei dateibasierten Elementen im Dateisystem usw. Wird das Element durch ArcGIS verwaltet, werden die erstellten Metadaten mit dem zugehörigen Element kopiert, verschoben und gelöscht.

  6. Überprüfen Sie die Registerkarten Metadaten, Geographie und Tabelle für Museums.shp.

    Da dies Orte sind, die von Touristen häufig besucht werden, ist es wichtig, dass dieser Layer beibehalten und auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Der Raumbezug für diese Datenquelle wird wie folgt definiert:

    • Geographischer Koordinatenbezug: GCS_MGI
    • Projektion: MGI_Austria_GK_M31

    Die Tabelle für diese Datenquelle enthält Attributfelder mit Name und Adresse des Standorts, die in Tourismusanwendungen nützlich sind.

  7. Überprüfen Sie die Metadaten für ReligiousMonuments.shp.

    Obwohl die Metadaten scheinbar vollständig sind, werden Sie beim Überprüfen der Geographie und der Tabelle feststellen, dass das Shapefile keine Features enthält. Aus diesem Grund kann diese Datenquelle abgelehnt werden, sodass sie nicht verwendet wird.

  8. Klicken Sie im Bereich Inhalt unter Ordner auf den Unterordner kmz-files.

    Dieser Ordner enthält drei KMZ-Dateien, die für Tourismusbehörden nützlich sein könnten. Eine KMZ-Datei ist eine komprimierte KML-Datei (Keyhole Markup Language), die durch einen KML-Client, wie zum Beispiel ArcGIS Pro, angezeigt werden kann.

    Ordner für KMZ-Dateien

    Je nach dem Speicherort, an dem die heruntergeladenen Daten entpackt wurden, kann die Ordnerstruktur variieren.

    Hinweis:

    KML ist ein häufig verwendetes Format zum Freigeben von geographischen Daten für Benutzer, die GIS nicht verwenden, da die Daten auf einfache Weise im Internet bereitgestellt und in zahlreichen kostenlosen Anwendungen angezeigt werden kann. KML-Dateien haben ein XML-Format und besitzen die Dateierweiterung .kml oder .kmz (für komprimierte oder gezippte KML-Dateien). In ArcGIS Pro können Sie beide Erweiterungen verwenden.

  9. Klicken Sie in der Ansicht Katalog auf Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz.

    Die Features in dieser KML-Datei stellen den Standort wichtiger Open-Air- und Indoor-Kunstinstallationen dar, die durch Touristen, die an der Arbeit bestimmter Künstler interessiert sind, gesucht und besucht werden können.

    Hinweis:

    Eine KML-Datei kann aus Punkt-, Linien- oder Polygon-Features, Raster-Bilddaten oder einer Kombination daraus bestehen. KML kann außerdem zugehörige Inhalte wie Grafiken, Bilder, Attribute und HTML enthalten, wohingegen Datasets in ArcGIS in der Regel als separate und homogene Elemente betrachtet werden (so können Point-Feature-Classes zum Beispiel nur Punkte enthalten, Raster können nur Zellen oder Pixel und keine Features enthalten).

  10. Überprüfen Sie die Metadaten für Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz.

    KMZ-Metadaten

    In diesem Fall enthält die KMZ-Datei keine nützlichen Metadaten. Da jedoch KMZ-Dateien standardmäßig für die Verwendung über Webanwendungen bestimmt sind und deshalb WGS84 als Koordinatensystem verwenden, sind einige Informationen über die Datenquelle bekannt.

  11. Überprüfen Sie die Geographie für Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz.

    Inhalt der KMZ-Datei

    Die angezeigten Features sind nicht besonders gut skaliert und verblassen beim Vergrößern und Verkleinern auf der Karte. Der Grund dafür ist, dass die KMZ-Datei eine eigene Symbolisierung und sonstige Layer-Eigenschaften (wie zum Beispiel Pop-up-Informationen) in der Datei enthält.

  12. Überprüfen Sie die Tabelle für Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz.

    Da Sie gerade den nicht konvertierten KMZ-Inhalt als Layer anzeigen, können Sie nicht auf die Tabelleninformationen zu Punkten zugreifen. KMZ verwendet eine Tag-basierte Struktur mit verschachtelten Elementen und Attributen und basiert auf dem XML-Standard. Um die Daten zu bearbeiten, müssen Sie die KMZ-Datei in eine Feature-Class in einer Geodatabase übertragen, um auf die Attribute zugreifen zu können.

  13. Blenden Sie im Bereich Inhalt unter Ordner den Unterordner OpenStreetMap_Salzburg ein.

    Dieser Ordner enthält eine Sammlung aus freien OpenStreetMap-Daten für Salzburg im Shapefile-Format, die beim Erstellen von Tourismuskarten und -Apps verwendet werden können. Die Daten werden durch Freiwillige gesammelt und erstellt und mit einer Open-Content-Lizenz freigegeben. Die OpenStreetMap-Lizenz ermöglicht den freien Zugriff auf Kartenbilder und alle zugrunde liegenden Kartendaten. Damit eröffnet das Projekt neue und interessante Möglichkeiten der Verwendung der Daten. Im folgenden Thema finden Sie eine Beschreibung von OSM-Karten-Features.

  14. Klicken Sie in der Ansicht Katalog auf OSM_Salzburg_Amenities.shp. Überprüfen Sie auf der Registerkarte Metadaten die Raumbezugsinformationen.

    Raumbezugsinformationen für kulturelle und Freizeiteinrichtungen

    Diese Datenquelle enthält umfassende Metadaten, die sie zu einer nützlichen Datenquelle für Ihre Zwecke machen. Allerdings sind bei den Raumbezügen GCS_WGS_1984 als geographischer Koordinatenbezug und WGS_1984_Web_Mercator_Auxiliary_Sphere als Projektion festgelegt. Wenn Sie präzise Entfernungen bestimmen, Flächen messen und Formen vergleichen möchten, ist diese Projektion jedoch nicht die beste.

  15. Sie können für sich weitere OpenStreetMap-Datenquellen erkunden und überprüfen. Achten Sie darauf, dass diese Quellen denselben Raumbezug aufweisen.
  16. Speichern Sie das Projekt.

Als Nächstes importieren Sie mit einer XML-Austauschdatei das Geodatabase-Schema für eine generische Grundkarte. Anhand der Grundkarte erkunden Sie dann die Geodatabase-Objekte vor dem Aktualisieren der Metadaten für Ihre Geodatabase "Salzburg" im Rahmen der Vorbereitung auf das Migrieren der Datenquellen aus ihrem aktuellen Format und Raumbezug in einen geeigneten Raumbezug für ihre Verwendung in Tourismuskarten und -Apps.


Ein Geodatabase-Schema erstellen

Das Geodatabase-Speichermodell basiert auf einer Reihe von relationalen Datenbankkonzepten und nutzt ein zugrunde liegendes Datenbankmanagementsystem (DBMS). Das DBMS stellt die Speicherstruktur und die Mechanismen für Indizierung, Sicherung und Rollback mit dem entsprechenden Sicherheitsmodell bereit. DBMS-Tabellen und gut definierte Attributtypen werden zum Speichern des Schemas, der Regelgrundlage und der räumlichen Attributdaten für die einzelnen geographischen Datasets verwendet. Dieser Ansatz liefert ein formales Modell zum Speichern und Arbeiten mit Daten.

Geodatabase-Objekte überprüfen

In dieser Lektion beginnen Sie mit dem Überprüfen des Schemas für eine generische Grundkarte, um einen Einblick in Geodatabase-Komponenten, wie zum Beispiel Feature-Classes, Feature-Datasets und Standalone-Tabellen, die zum Organisieren und Verwalten von Daten verwendet werden, zu gewinnen. Danach konvertieren und importieren Sie verschiedene Datasets, um das Schema Ihrer Geodatabase "Salzburg" zu erstellen und zu aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist eine Geodatabase? und Grundlagen zur Geodatabase.

Zuerst importieren Sie das Schema einer Grundkarten-Geodatabase aus einer XML-Austauschdatei.

  1. Öffnen Sie bei Bedarf Ihr Projekt.
  2. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf Datenbanken.

    Die Standard-Geodatabase SalzburgGeodatabase.gdb wurde bereits beim Erstellen des Projekts generiert. Diese Datenbank werden Sie mit Ihren Salzburg-Quelldaten füllen. Im nächsten Schritt erstellen Sie jedoch eine zusätzliche Geodatabase, um die Geodatabase-Komponenten zu erkunden.

  3. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Datenbanken in der Gruppe Projekt auf Neue File-Geodatabase.

    Schaltfläche "Neue File-Geodatabase"

  4. Geben Sie im Bereich Neue File-Geodatabase als Name den Text SampleBaseMapGDB.gdb ein. Stellen Sie sicher, dass die Geodatabase im Ordner SalzburgGeodatabase erstellt wird.

    Fenster "Neue File-Geodatabase"

    Als Nächstes importieren Sie ein Grundkarten-Geodatabase-Schema aus einem XML-Dokument in die Geodatabase SampleBaseMapGDB.gdb. Dies ist nicht immer notwendig, aber in diesem Fall müssen Sie ein allgemeines Geodatabase-Design und Geodatabase-Objekte überprüfen und außerdem erkunden, wie XML-Workspace-Dokumente für eine spätere Freigabe Ihrer eigenen Geodatabase-Schemas verwendet werden können.

  5. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf SampleBaseMapGDB.gdb.
  6. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Katalog in der Gruppe Erstellen auf Importieren, und wählen Sie XML-Workspace-Dokument aus.

    Option "XML-Workspace-Dokument"

  7. Klicken Sie im Geoverarbeitungswerkzeug XML-Workspace-Dokument importieren für Datei importieren auf die Schaltfläche Durchsuchen.
  8. Navigieren Sie im Bereich Datei importieren zur Datei SampleBasemapGDB.xml, wählen Sie sie aus, und klicken Sie auf OK.

    Fenster "Datei importieren"

  9. Wählen Sie im Geoverarbeitungswerkzeug XML-Workspace-Dokument importieren in den Importoptionen die Option Nur Schema importieren aus, und klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter des Werkzeugs "XML-Workspace-Dokument importieren"

  10. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SampleBaseMapGDB.gdb, und klicken Sie auf Aktualisieren.
  11. Überprüfen Sie in der Ansicht Katalog den Inhalt von SampleBaseMapGDB.gdb.

    Geodatabases bestehen aus einer Sammlung von Systemtabellen sowie Benutzerdaten. Benutzerdaten können in den folgenden Dataset-Typen gespeichert werden:

    • Feature-Class
    • Feature-Datasets
    • Mosaik-Dataset
    • Raster-Dataset
    • Tabelle (nicht räumlich)

    Zusätzlich können Feature-Classes und Tabellen Subtypes enthalten und mit Domänen verknüpft sein. Außerdem werden Sie feststellen, dass Anlagen und Beziehungsklassen in der Geodatabase vorhanden sind.

    Importierte Geodatabase-Objekte

    In dieser Geodatabase sind Feature-Classes in Feature-Datasets organisiert, die Feature-Classes thematisch gruppieren, wie zum Beispiel Administrative und Transportation. Diese Geodatabase enthält auch eine Geoverarbeitungs-Toolbox, die zum Organisieren einer Reihe von Geoverarbeitungswerkzeugen, Skripten und Modellen, die von Benutzern erstellt wurden, verwendet werden kann.

    Feature-Datasets können Feature-Classes sowie die folgenden Dataset-Typen enthalten:

    • Geometrische Netzwerke (schreibgeschützt in ArcGIS Pro)
    • Netzwerk-Datasets (erfordert die Erweiterung "ArcGIS Network Analyst")
    • Terrains (erfordert die Erweiterung "ArcGIS 3D Analyst")
    • Topologien

  12. Erweitern und überprüfen Sie die Feature-Classes, die im Feature-Dataset Administrative organisiert sind.

    Da dies ein Grundkarten-Geodatabase-Schema ist, enthält das Feature-Dataset Administrative mehrere Line- und Polygon-Feature-Classes zum Speichern und Verwalten der Grenzlinien und -polygone für Verwaltungsbereiche.

    Feature-Dataset "Administrative"

  13. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf SampleBaseMapGDB.gdb.

    Der Bereich Katalog enthält die Feature-Class PointsOfInterest. Dies ist eine Standalone-Feature-Class, die nicht in einem Feature-Dataset organisiert und verwaltet wird.

    Feature-Class "PointsOfInterest"

    Die Feature-Class PointsOfInterest ist bemerkenswert, da sie die Anlagentabelle PointsOfInterest__ATTACH enthält, in der Bilder und verbundene Dokumente und Links für jeden Punkt in der Feature-Class enthalten sein können. Die Anlagenfunktionalität bietet eine leistungsstarke Möglichkeit, nicht geographische Daten mit den geographischen Informationen zu verknüpfen. Dabei wird in diesem Fall die Beziehungsklasse PointsOfInterest__ATTACHREL verwendet, um eine permanente Verknüpfung zwischen den Punkten und deren Anlagen zu verwalten. Weitere Informationen zu Anlagen finden Sie hier.

  14. Überprüfen Sie in SampleBaseMapGDB.gdb die Objekte Slopemap und OrthoPhotos.

    Diese beiden Geodatabase-Objekte stehen für Methoden zur Speicherung und Verwaltung von Raster-Daten.

    Geodatabase-Raster

    Das Objekt Slopemap repräsentiert ein Raster-Dataset, das ein einzelner Raster- oder Bilddaten-Layer ist. Der Begriff "Raster-Dataset" verweist in der Regel auf ein Raster-Format, das durch ArcGIS Pro unterstützt wird und in einer Geodatabase gespeichert werden kann. Das Objekt Orthophoto repräsentiert ein Mosaik-Dataset, das verwendet wird, um eine Sammlung aus Raster-Daten zu verwalten, anzuzeigen, bereitzustellen und freizugeben.

  15. Suchen Sie in SampleBaseMapGDB.gdb das Objekt HistoricSitesDescriptions.

    Dieses Objekt repräsentiert eine nicht räumliche Geodatabase-Tabelle, die Beschreibungen, Codes und sonstige zugehörige Daten enthalten kann, die bei Bedarf mit räumlichen Features verknüpft werden können.

    Hinweis:

    Sie haben das XML-Workspace-Dokument in SampleBaseMapGDB.gdb importiert, um ein typisches Grundkartendesign zu erkunden und zu überprüfen. Diese Geodatabase werden sie in dieser Lektion nicht wieder benötigen.

  16. Blenden Sie im Bereich Inhalt die Option Datenbanken ein, und klicken Sie auf SampleBaseMapGDB.gdb.
  17. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Katalog in der Gruppe Organisieren auf Entfernen.
    Hinweis:

    Beim Entfernen der Geodatabase wird nur das ausgewählte Element im Projekt entfernt. Alle Projektverweise auf das Element werden entfernt. Auf der Festplatte wird das Element jedoch nicht gelöscht.

    Nachdem Sie sich das Beispiel für ein Grundkarten-Geodatabase-Schema angesehen haben, können Sie nun mit dem Füllen Ihrer eigenen Tourismus-Geodatabase fortfahren.

Die Geodatabase "Salzburg" dokumentieren und vorbereiten

Im Rahmen der Vorbereitung auf das Füllen der Geodatabase "Salzburg" müssen Sie ihre Geodatabase-Metadaten bearbeiten und aktualisieren.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SalzburgGeodatabase.gdb, und wählen Sie Metadaten bearbeiten aus.

    Option "Metadaten bearbeiten"

    Der Metadateninhalt wird im Bereich "Details" in der Ansicht Katalog angezeigt. Der Bereich Inhalt wird mit den Metadatenkategorien aktualisiert. Für SalzburgGeodatabase.gdb sind drei Metadatengruppen definiert: Übersicht, Metadaten und Ressourcen. Weitere Informationen zum Bearbeiten von Metadaten finden Sie hier.

    Metadatengruppen

    In der Ansicht Katalog werden Metadaten im Bereich "Details" angezeigt.

    Geodatabase-Metadaten

    Als Nächstes füllen Sie die Elementbeschreibung für Übersichtselemente.

  2. Aktualisieren Sie im Bereich Katalog im Bereich "Details" die folgenden Informationen:

    • Geben Sie als Titel den Text Salzburg Tourism Geodatabase ein.
    • Geben Sie als Tags die Begriffe Salzburg, Austria, Visitor map, Tourism, Tourist, Visitor guide, Food, Activities, Attendees, Places to visit, Places to eat, Bike Routes, Ski Resorts, Museums, Art, Castles, Cathedrals ein.
    • Geben Sie als Zusammenfassung den folgenden Text ein: Collection of data for the city and surrounding areas of Salzburg Austria.
    • Geben Sie als Beschreibung (Kurzfassung) den folgenden Text ein: Geodatabase to store and manage a collection of spatial and attribute data that can be used by tourism agencies in the city of Salzburg, Austria to develop updated web maps and apps.

  3. Geben Sie als Quellennachweis die folgenden Informationen ein:

    • STADT: SALZBURG https://maps.stadt-salzburg.at/
    • National Mapping Agency - Federal Office for Metrology and Surveying (BEV) https://www.bev.gv.at
    • Austrian Map online
    • Land Salzburg - Open Government Data (OGD) - https://service.salzburg.gv.at/ogd/client/ and https://www.salzburg.gv.at/sagis/
    • Austrian OGD basemap https://www.basemap.at/index_en.html

  4. Legen Sie als Geeigneter Maßstabsbereich den Bereich 1:50.000 bis 1:5.000 fest.

    Maßstabsbereich

  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Hinzufügen", um die Informationen für Umgebendes Rechteck anzuzeigen und zu aktualisieren. Fügen Sie die folgenden Informationen hinzu:

    West

    12.058153

    Ost

    14.008495

    Süd

    46.938376

    Nord

    48.042424

    Die Werte für das umgebende Rechteck eignen sich gut für veröffentlichte Layer und Karten, da Webanwendungen in der Ausdehnung des Rahmens und nicht im Maßstab für die ganze Welt angezeigt werden.

    Hinweis:

    Wenn Sie Metadateninhalt für ein ArcGIS-Element erstellen oder aktualisieren, sollten Sie alle Informationen über das Element erfassen, die für Ihre Organisation im Zusammenhang mit dem Element von Bedeutung sind. Das können Informationen über die Genauigkeit und Aktualität des Elements sein, Einschränkungen bei der Verwendung und beim Austausch des Elements oder wichtige Prozesse in seinem Lebenszyklus, z. B. das Generalisieren von Features usw.

  6. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Metadaten und in der Gruppe Metadaten verwalten auf Speichern.
  7. Schließen Sie den Bereich "Metadateneditor".
  8. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SalzburgGeodatabase.gdb, und wählen Sie Metadaten anzeigen aus.

    In der Ansicht Katalog werden die aktualisierten Metadaten für Ihre Tourismus-Geodatabase "Salzburg" angezeigt.

    Geodatabase-Metadaten

    Hinweis:

    Wenn gute beschreibende Informationen vorliegen, können Sie Elemente mit einer Suchfunktion finden und einschätzen, welches Element in den Suchergebnissen das gewünschte ist. Basierend auf den räumlichen Informationen eines Elements können Sie die Kommunikation verbessern und zuverlässigere Entscheidungen treffen. Sie können Projekte mit dem Wissen archivieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt, verwendet und ausgewertet werden können.

  9. Speichern Sie das Projekt.

Als Nächstes beginnen Sie mit dem Migrieren von mehreren Datenquellen aus den Ordnern City_of_Salzburg, kmz-files und OpenStreetMap_Salzburg in die Geodatabase SalzburgGeodatabase.gdb.


Die Geodatabase füllen

Recherchen an aktuellen Tourismuskarten und Online-Informationen für die Stadt Salzburg haben einen guten Hinweis darauf geliefert, welche Datenkategorien die Tourismusbehörden und Privatunternehmen benötigen, um den Besuchern bestmögliche Leistungen zu bieten. Dies können Sie als Richtlinie dafür verwenden, welche Daten Sie in Ihre Geodatabase aufnehmen sollten. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass die meisten der Feature-Classes, die Sie erstellen und später symbolisieren, höchstwahrscheinlich in aktuellen Grundkarten-Layern, die in ArcGIS Living Atlas of the World und anderen Quellen veröffentlicht wurden, angezeigt werden. Ihre Feature-Classes ergänzen und erweitern vorhandene Basisdaten und haben die Aufgabe, den Nutzen der interaktiven Webkarten und Apps, die durch Behörden generiert und veröffentlicht werden, zu erhöhen.

In den beliebtesten Karten und Daten, die für den Salzburger Tourismus verwendet werden, sind die folgenden Elemente enthalten:

  • Detaillierter Stadtplan mit Straßen, Fußgängerbereichen und Gebäuden
  • Karte mit besonderen Sehenswürdigkeiten für Touristen
  • Karte mit Ortsangaben für Märkte und Ausstellungen
  • Haltestellen und Routen von Bus und Bahn
  • Rundgänge für Kreative: Architektur, Museen, Kunst, Galerien, Kirchen
  • Fuß- und Radwege
  • Bierrouten mit Brauereien und Schenken
  • Wanderwege in Stadt und Natur
  • Hotelkarten

Feature-Datasets erstellen

Während Sie mit Ihrer Geodatabase arbeiten, können Sie leere Datasets direkt über die Geodatabase erstellen. Zuerst erstellen Sie Feature-Datasets für die folgenden vier Datenkategorien:

  • City_Attractions
  • Transportation
  • Scenic_Attractions
  • Trails

  1. Öffnen Sie bei Bedarf Ihr Projekt.
  2. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SalzburgGeodatabase.gdb, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie auf Feature-Dataset.

    Das passende Geoverarbeitungswerkzeug für den ausgewählten Dataset-Typ wird geöffnet.

    Option "Feature-Dataset"

  3. Geben Sie im Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Dataset erstellen als Feature-Dataset-Name den Text City_Attractions ein.
  4. Klicken Sie für Koordinatensysteme auf die Schaltfläche Koordinatensystem auswählen.

    Das Koordinatensystem für ein Geodatabase-Objekt kann am einfachsten definiert werden, indem es aus einer aktuellen Datenquelle mit korrekt definiertem Koordinatensystem importiert oder geklont wird.

  5. Klicken Sie im Bereich Koordinatensystem auf die Schaltfläche Koordinatensystem hinzufügen, und wählen Sie Koordinatensystem importieren aus.

    Option "Koordinatensystem importieren"

  6. Navigieren Sie im Bereich Koordinatensystem importieren zum Ordner City_of_Salzburg. Wählen Sie BicyclePaths.shp aus, und klicken Sie auf OK.

    Fenster "Koordinatensystem importieren"

  7. Überprüfen Sie, ob in der Liste Verfügbare XY-Koordinatensysteme das System MGI Austria GK M31 ausgewählt ist, und klicken Sie auf OK.

    Fenster "Koordinatensystem"

  8. Überprüfen Sie im Werkzeug Feature-Dataset erstellen die Parameter, und klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Dataset erstellen"

    Hinweis:

    In Österreich wird für Katasterdaten offiziell das projizierte Koordinatensystem MGI Austria GK Central verwendet, bei dem es sich um eine transversale Mercator-Projektion handelt. In einzelnen Bundesländern in Österreich, wie zum Beispiel in dem mit der Stadt Salzburg, wird das benutzerdefinierte Koordinatensystem MGI Austria GK M31 verwendet, das mit einem östlichen Versatz arbeitet, um negative Werte zu vermeiden.

  9. Klicken Sie in der Ansicht Katalog mit der rechten Maustaste auf City_Attractions, und wählen Sie Metadaten bearbeiten aus.
  10. Nehmen Sie im Bereich Details in der Ansicht Katalog die folgenden Änderungen an den Metadaten vor:

    • Geben Sie als Titel den Text Salzburg City Attractions ein.
    • Geben Sie als Tags die Begriffe Salzburg, Austria, City Attractions ein.
    • Geben Sie als Zusammenfassung den Text Collection of Salzburg visitor attractions ein.
    • Geben Sie als Beschreibung (Kurzfassung) den folgenden Text ein: Location of various city sites commonly visited by tourists in Salzburg Austria.
    • Geben Sie als Quellennachweis die folgenden Informationen ein:
      • STADT: SALZBURG https://maps.stadt-salzburg.at/
      • National Mapping Agency - Federal Office for Metrology and Surveying (BEV) https://www.bev.gv.at
      • Austrian Map online
      • Land Salzburg - Open Government Data (OGD) - https://service.salzburg.gv.at/ogd/client/ and https://www.salzburg.gv.at/sagis/
      • Austrian OGD basemap https://www.basemap.at/index_en.html
    • Legen Sie als Geeigneter Maßstabsbereich den Bereich Stadt (1:50.000) bis Gebäude (1:5.000) fest.
    • Legen Sie für Umgebendes Rechteck die folgenden Werte fest:

      West

      12.058153

      Ost

      14.008495

      Süd

      46.938376

      Nord

      48.042424

  11. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Metadaten und in der Gruppe Metadaten verwalten auf Speichern.
  12. Schließen Sie in der Ansicht Katalog die Registerkarte City_Attractions.
  13. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf City_Attractions, und wählen Sie Metadaten anzeigen aus.

    Metadaten für Feature-Dataset

  14. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf SalzburgGeodatabase.gdb.
  15. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Katalog in der Gruppe Erstellen auf Neu, und wählen Sie Feature-Dataset aus.

    Neues Feature-Dataset

  16. Legen Sie im Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Dataset erstellen die folgenden Parameter fest:

    • Wählen Sie als Ausgabe-Geodatabase die Geodatabase C:\Salzburg\SalzburgGeodatabase\SalzburgGeodatabase.gdb aus.
    • Geben Sie als Feature-Dataset-Name den Text Scenic_Attractions ein.
    • Wählen Sie als Koordinatensystem die Option MGI Austria GK M31 aus.

  17. Erstellen Sie mit demselben Workflow und denselben Parametern zusätzliche Feature-Datasets für die folgenden Datentypen:

    • Transportation
    • Trails

  18. Erweitern Sie im Bereich Inhalt das Objekt SalzburgGeodatabase.gdb, und überprüfen Sie die Erstellung der vier Feature-Datasets.
    Feature-Datasets
  19. Die Metadaten für die zusätzlichen Feature-Datasets können Sie ebenfalls ändern.

Ein einzelnes Shapefile importieren

Sie können einer Geodatabase Daten hinzufügen, indem Sie sie aus Quelldatenformaten importieren und in Feature-Classes konvertieren. Sehen Sie sich zunächst das Migrieren von Shapefiles in die Geodatabase an. Ein Shapefile ist ein älteres Datenformat, das in der GIS-Community noch recht beliebt ist, das aber einige Beschränkungen aufweist, die für seine Verwendung als Typ der effizienten Datenspeicherung hinderlich sind. Da es einer Feature-Class ähnelt, wird es in der Geodatabase direkt als einzelne Feature-Class abgebildet, wenn Sie es in die Geodatabase migrieren.

  1. Klicken Sie im Bereich Katalog für SalzburgGeodatabase.gdb mit der rechten Maustaste auf das Feature-Dataset City_Attractions, zeigen Sie auf Importieren, und wählen Sie Feature-Class aus.

    Option zum Importieren einer Feature-Class

    Sie können auch das Werkzeug Feature-Class importieren verwenden, das sich auf dem Menüband auf der Registerkarte Katalog in der Gruppe Erstellen befindet.

    Option zum Importieren einer Feature-Class auf der Registerkarte "Katalog"

    Das Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Class in Feature-Class wird geöffnet. Mit diesem Werkzeug können Sie eine einzelne Datenquelle für den Import in die Geodatabase auswählen. Zusätzlich können Sie die Ausgabe-Feature-Class umbenennen und wählen, welche Quellattributfelder in den Quelldaten übernommen oder entfernt werden sollen.

  2. Navigieren Sie im Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Class in Feature-Class für Eingabe-Features zum Ordner OpenStreetMap_Salzburg, und wählen Sie OSM_Salzburg_HistoricSites.shp aus.
  3. Überprüfen Sie, ob Ausgabeverzeichnis auf City_Attractions festgelegt ist.
  4. Geben Sie unter Ausgabe-Feature-Class den Text HistoricSites ein.
    Hinweis:

    Im Abschnitt Feldzuordnung enthält der Parameter Ausgabefelder eine Liste der Attributfelder, die in das Ausgabe-Dataset kopiert werden. Um ein Feld zu löschen, wählen Sie es aus und klicken auf Entfernen. Um mehrere Felder zu entfernen, drücken Sie Umschalt+Strg, um sie auszuwählen, und klicken auf Entfernen.

  5. Lassen Sie in der Liste Ausgabefelder die folgenden Felder unverändert: HISTORIC, NAME, ADDR_HOUSE, ADDR_HOU00, ADDR_STREE, ADDR_CITY, ADDR_STATE, ADDR_POSTC und ADDR_PLACE. Entfernen Sie alle anderen Felder.
  6. Überprüfen Sie die Parameter, und klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Class in Feature-Class"

    Es ist nicht erforderlich, den Raumbezug für die Feature-Class HistoricSites zu definieren. Im Quell-Shapefile ist das Koordinatensystem WGS_1984_Web_Mercator_Auxiliary_Sphere definiert. Da Sie das Koordinatensystem des Ziel-Feature-Datasets bereits definiert haben, werden die Quelldaten automatisch entsprechend dem Koordinatensystem des Ziel-Feature-Datasets neu projiziert.

  7. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf City_Attractions, und wählen Sie Aktualisieren aus.
  8. Klicken Sie in der Ansicht Katalog auf HistoricSites.

    Die Registerkarte Metadaten wird angezeigt. Die Metadaten des ursprünglichen Shapefile wurden in Ihre Geodatabase-Feature-Class kopiert.

    Hinweis:

    Wenn in der Ansicht Katalog Ihre Feature-Classes nicht angezeigt werden, dann klicken Sie auf die Schaltfläche Details ein-/ausblenden in der oberen rechten Ecke der Ansicht Katalog.

    Metadaten für Feature-Class

  9. Klicken Sie in der Ansicht Katalog mit der rechten Maustaste auf HistoricSites, und wählen Sie Metadaten bearbeiten aus.

    Option "Metadaten bearbeiten"

  10. Aktualisieren Sie im Bereich "Metadateneditor" die folgenden Informationen:

    • Geben Sie als Titel den Text Salzburg Historic Sites ein.
    • Geben Sie als Tags die Begriffe Salzburg, Austria, Historic sites ein.
    • Geben Sie als Zusammenfassung den folgenden Text ein: Point features of historic sites in Salzburg Austria.
    • Lassen Sie für Quellennachweis und Nutzungsbeschränkungen den Standardtext unverändert. Diese Felder werden mit Daten aus der Metadatenquelle gefüllt.
    • Geben Sie als Beschreibung (Kurzfassung) den folgenden Text ein: Location of historic sites in Salzburg Austria.
    • Legen Sie als Geeigneter Maßstabsbereich den Bereich Stadt (1:50.000) bis Gebäude (1:5.000) fest.

    Bearbeitete Metadaten für Feature-Class

  11. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Metadaten und in der Gruppe Metadaten verwalten auf Speichern.
  12. Schließen Sie den Bereich "Metadateneditor".

Mehrere Feature-Classes in eine Geodatabase exportieren oder importieren

Das Exportieren oder Importieren eines einzelnen Shapefile ist nützlich, wenn Sie nur ausgewählte Features konvertieren und bestimmte Attributfelder, die in die Ausgabe-Feature-Class kopiert werden sollen, auswählen müssen. Manchmal ist es notwendig, schnell mehrere Quellen gleichzeitig zu konvertieren und erst später die nicht benötigten Attributfelder zu entfernen.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf den Ordner City_of_Salzburg.
  2. Klicken Sie in der Ansicht Katalog auf Castles.shp, drücken Sie Strg, und wählen Sie Museums.shp und ReligiousMonuments.shp aus.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Castles.shp, zeigen Sie auf Exportieren, und wählen Sie Feature-Class(es) in Geodatabase aus.

    Option "Feature-Class(es) in Geodatabase"

  4. Navigieren Sie im Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Class in Geodatabase für Ausgabe-Geodatabase zum Feature-Dataset City_Attractions in SalzburgGeodatabase.gdb, und wählen Sie es aus.
  5. Klicken Sie auf Ausführen.

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Class in Geodatabase"

  6. Überprüfen Sie, ob das Feature-Dataset City_Attractions in SalzburgGeodatabase.gdb vier Feature-Classes enthält.

    Importierte Feature-Classes

  7. Klicken Sie im Bereich Inhalt unter SalzburgGeodatabase.gdb mit der rechten Maustaste auf das Feature-Dataset Scenic_Attractions, klicken Sie auf Importieren, und wählen Sie Feature_Class(es) aus.

    Werkzeug zum Importieren von Feature-Classes

  8. Fügen Sie im Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Class in Geodatabase für Eingabe-Features die folgenden Shapefiles hinzu:

    Quellordner Quell-Shapefile

    City_of_Salzburg

    NatureReserves.shp

    NaturalParks.shp

    Skilifts.shp

    SkiSlopes.shp

    SwimmingHoles.shp

    Waterbodies.shp

    Waterwheels.shp

    OpenStreetMap_Salzburg

    OSM_Salzburg_CableCar.shp

    OSM_Salzburg_CableCarStations.shp

    OSM_Salzburg_NaturalFeatureBoundaries.shp

    OSM_Salzburg_NaturalFeatures.shp

    OSM_Salzburg_ReceationSiteBoundaries.shp

    OSM_Salzburg_RecreationSites.shp

    OSM_Salzburg_Streams.shp

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Class in Geodatabase"

  9. Klicken Sie auf Ausführen.
  10. Benennen Sie in der Ansicht Katalog die folgenden Feature-Classes um.

    Ursprünglicher NameNeuer Name

    OSM_Salzburg_CableCar.shp

    CableCar

    OSM_Salzburg_CableCarStations.shp

    CableCarStations

    OSM_Salzburg_NaturalFeatureBoundaries.shp

    NaturalFeatureBoundaries

    OSM_Salzburg_NaturalFeatures.shp

    NaturalFeatures

    OSM_Salzburg_ReceationSiteBoundaries.shp

    ReceationSiteBoundaries

    OSM_Salzburg_RecreationSites.shp

    RecreationSites

    OSM_Salzburg_Streams.shp

    Streams

  11. Überprüfen Sie, ob das Feature-Dataset Scenic_Attractions 14 Feature-Classes enthält.

    Umbenannte importierte Feature-Classes

  12. Die Metadaten für Scenic_Attactions können Sie ebenfalls ändern.
  13. Importieren Sie die folgenden Shapefiles im Feature-Dataset Transportation, und benennen Sie sie um.

    Quellordner Quell-Shapefile Name der Ausgabe-Feature-Class

    City_of_Salzburg

    BicyclePaths.shp

    BicyclePaths

    BusLanes.shp

    BusLanes

    OneWayStreets.shp

    OneWayStreets

    Pavement.shp

    Pavement

    RoadNetwork.shp

    RoadNetwork

    Sidewalks.shp

    Sidewalks

    Tunnels.shp

    Tunnels

    OpenStreetMap_Salzburg

    OSM_Salzburg_Airports.shp

    Airports

    OSM_Salzburg_PublicTransportStations.shp

    PublicTransportStations

    OSM_Salzburg_Railroads.shp

    Railroads

    OSM_Salzburg_RailroadStations.shp

    RailroadStations

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Class in Geodatabase"

  14. Überprüfen Sie, ob das Feature-Dataset Transportation 11 Feature-Classes enthält.

    Transportation-Feature-Classes

  15. Die Metadaten für Ihre Transportation-Feature-Classes können Sie ebenfalls ändern.

KML-Dateien importieren

Einige Datenquellen zum Thema "Tourismus" sind nur als KML-Dateien verfügbar. Verwenden Sie das Werkzeug KML in Layer, um eine .kmz-Datei in eine File-Geodatabase zu konvertieren.

  1. Klicken Sie in der Verbindung Ordner auf den Unterordner kmz_files.

    In der Ansicht Katalog sind drei .kmz-Dateien vorhanden. Dies sind komprimierte KML-Dateien.

    KMZ-Dateien

    Da in Ihrer Geodatabase bereits ein Layer für Museen vorhanden ist, müssen Sie nur die Dateien Burgen_und_Schloesser.kmz und Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz konvertieren. Dies sind Features, die Burgen und Schlösser und den Standort von Kunstinstallationen bekannter Künstler darstellen.

  2. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Analyse in der Gruppe Geoverarbeitung auf Werkzeuge.
  3. Suchen Sie im Bereich Geoverarbeitung nach kml. Wählen Sie das Konvertierungswerkzeug KML in Layer aus.

    Werkzeug "KML in Layer"

    Das Werkzeug KML in Layer konvertiert eine KML-Datei mit ihren Features, die XML-basiert sind, in eine spezielle Geodatabase für die konvertierte KML-Datei. Diese Features, wie zum Beispiel Punkte und Polygone, werden dann als separate Feature-Classes zu einem Feature-Dataset mit dem Namen Placemarks in dieser Geodatabase hinzugefügt. Nachdem diese Konvertierung durchgeführt wurde, können Sie die geographischen Informationen aus Ihrer KML-Datei auf die gleiche Weise wie andere GIS-Daten verwenden.

  4. Legen Sie im Werkzeug KML in Layer die folgenden Parameter fest:

    • Wählen Sie als Eingabe-KML-Datei die Datei C:\Salzburg\kmz-files\Burgen_und_Schloesser.kmz aus.
    • Geben Sie als Ausgabeverzeichnis Ihren Datenordner an, zum Beispiel C:\Salzburg.
    • Geben Sie als Ausgabe-Datenname den Text Castle_Palace ein.

    Parameter des Werkzeugs "KML in Layer" für Burgen und Schlösser

  5. Klicken Sie auf Ausführen.

    Das Werkzeug erstellt die Ausgabe-Layer-Datei Castle_Palace.lyr und die Ausgabe-File-Geodatabase Castle_Palace.gdb in Ihrem Ausgabeverzeichnis (zum Beispiel C:\Salzburg).

  6. Führen Sie das Werkzeug KML in Layer ein zweites Mal mit den folgenden Parametern aus:

    • Wählen Sie als Eingabe-KML-Datei die Datei C:\Salzburg\kmz-files\Kunstwerke_mit_Audiotext.kmz aus.
    • Geben Sie als Ausgabeverzeichnis Ihren Datenordner an, zum Beispiel C:\Salzburg.
    • Geben Sie als Ausgabe-Datenname den Text Art_Installations ein.

    Parameter des Werkzeugs "KML in Layer" für Kunstwerke

  7. Klicken Sie auf Ausführen.

    Das Werkzeug erstellt die Ausgabe-Layer-Datei Art_Installations.lyr und die Ausgabe-File-Geodatabase Art_Installations.gdb in Ihrem Ausgabeverzeichnis (zum Beispiel C:\Salzburg).

  8. Blenden Sie im Bereich Inhalt den Ordner Salzburg ein, und überprüfen Sie, ob Art_Installations.gdb und Castle_Palace.gdb erfolgreich erstellt wurden.

    Neue Geodatabases

  9. Suchen Sie in der Ansicht Katalog die Geodatabase Art_Installations.gdb, und erweitern Sie sie.

    Die durch das Werkzeug KML in Layer erstellte Geodatabase enthält ein Feature-Dataset mit dem Namen Placemarks.

  10. Erweitern Sie das Feature-Dataset Placemarks.

    In den Feature-Datasets hat das Werkzeug eine Point-Feature-Class mit den konvertierten KML-Punkt-Features hinzugefügt.

  11. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Feature-Class Points, wählen Sie Umbenennen aus, und geben Sie Art_Installations ein.
  12. Suchen Sie in der Ansicht Katalog die Geodatabase Castle_Palace.gdb, und erweitern Sie sie.
  13. Erweitern Sie das Feature-Dataset Placemarks, und benennen Sie Points in Castle_Palace um.
  14. Klicken Sie in der Ansicht Katalog mit der rechten Maustaste auf die Feature-Class Art_Installations, und wählen Sie Kopieren aus.

    Option "Kopieren"

    Das Kopieren von Feature-Classes zwischen Geodatabases ist eine einfache und schnelle Methode zum Verschieben oder Erstellen von Kopien von Feature-Classes, da nicht zwischen unterschiedlichen Datenformaten konvertiert wird.

  15. Klicken Sie im Bereich Inhalt unter SalzburgGeodatabase.gdb mit der rechten Maustaste auf das Feature-Dataset City_Attractions, und wählen Sie Einfügen aus.

    Option "Einfügen"

    Das Einfügen schlägt fehl. Stattdessen wird die Fehlermeldung angezeigt, dass die Koordinatensysteme von Quell-Feature-Class und Ziel-Feature-Dataset nicht übereinstimmen.

    Fehler beim Einfügen der Feature-Class

    In der ursprünglichen KML-Datei und damit auch in der konvertierten Feature-Class mit den Punkten ist das geographische Koordinatensystem GCS_WGS_1984 festgelegt. Im Ziel-Feature-Dataset City_Attractions ist als Koordinatensystem die Projektion MGI_Austria_GK_M31 festgelegt. Aus diesem Grund ist das Kopieren der Quell-Feature-Class in das Ziel-Feature-Dataset fehlgeschlagen. Beim Importieren der Quell-Feature-Class in das Ziel-Feature-Dataset werden jedoch die Quell-Features in das Koordinatensystem des Ziel-Feature-Datasets neu projiziert.

  16. Klicken Sie in der Ansicht Katalog mit der rechten Maustaste auf die Feature-Class Art_Installations, zeigen Sie auf Exportieren, und wählen Sie Feature-Class(es) in Geodatabase aus.

    Werkzeug zum Exportieren in eine Geodatabase

  17. Legen Sie im Werkzeug Feature-Class(es) in Geodatabase die folgenden Parameter fest:

    • Navigieren Sie für Eingabe-Features zur Feature-Class Castle_Palace, und fügen Sie sie hinzu.
    • Navigieren Sie für Ausgabe-Geodatabase zum Feature-Dataset City_Attractions, und wählen Sie es aus.

    Parameter des Werkzeugs "Feature-Class in Geodatabase"

  18. Klicken Sie auf Ausführen.

    Dieses Mal werden die Feature-Classes erfolgreich zum Feature-Dataset City_Attractions hinzugefügt, da die Quell-Features entsprechend dem Koordinatensystem von City_Attractions neu projiziert wurden.

  19. Überprüfen Sie in der Ansicht Katalog, ob für City_Attractions die Feature-Classes erfolgreich importiert wurden.

    Neue Feature-Classes

  20. Die Metadaten für Ihre Art_Installations- und Castle_Palace-Feature-Classes können Sie ebenfalls ändern.

    Ihre Geodatabase SalzburgGeodatabase.gdb enthält jetzt mehrere thematisch in Feature-Datasets organisierte Feature-Classes, die durch Tourismusbehörden genutzt werden können, um neue und verbesserte Karten und Apps für Touristen, die die Stadt Salzburg besuchen, zu erstellen.

    In diesem Stadium sollten Sie Ihre Geodatabase freigeben, um von den Projektbeteiligten ein Feedback zu erhalten, bevor Sie zusätzliche Features hinzufügen und Attribute optimieren, um mit einer Attributüberprüfung die Daten effizienter und nützlicher zu gestalten. Vor dem Freigeben könnten einige Maßnahmen im Rahmen der Geodatabase-Verwaltung erforderlich sein.

Die Geodatabase für Überprüfung und Verteilung vorbereiten

Eine File-Geodatabase wird als Ordner von binären Dateien auf Festplatte gespeichert. Beim ersten Hinzufügen von Daten zu einer File-Geodatabase sind die Datensätze in jeder Datei geordnet, und das Dateisystem kann effizient auf sie zugreifen. Wenn Sie jedoch im Laufe der Zeit Datensätze löschen und hinzufügen, beeinträchtigt dies die Anordnung der Datensätze in den Dateien, und Speicherplatz bleibt ungenutzt, da Datensätze entfernt und an anderer Stelle in der Datei wieder hinzugefügt werden. Dadurch muss das System nach bestimmten Datensätzen innerhalb jeder Datei suchen, was zu einem langsameren Zugriff auf die Datensätze führt. Da Sie Feature-Datasets und Feature-Classes hinzugefügt haben, indem Sie verschiedene Quellen-Datasets in Ihre Geodatabase importiert haben, haben Sie im Wesentlichen die Geodatabase bearbeitet, was sich auf die Performance der Geodatabase auswirkt.

Als Nächstes ordnen Sie die Datensätze neu und entfernen ungenutzten Speicherplatz, um die Effizienz Ihrer Geodatabase zu erhöhen.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SalzburgGeodatabase.gdb, zeigen Sie auf Verwalten, und wählen Sie Reorganisieren aus.

    Der Prozess, der nach dem Klicken auf Reorganisieren ausgeführt wird, ordnet automatisch die Datensätze neu und entfernt ungenutzten Speicherplatz, um die Effizienz der Geodatabase zu erhöhen und die Verschwendung von Speicherplatz zu reduzieren. Durch das Reorganisieren einer häufig bearbeiteten Geodatabase wird Speicherplatz bereinigt, unbenutzter Speicherplatz freigegeben und die Größe jeder Datei verringert. Wenn Sie regelmäßig Daten hinzufügen und löschen, sollten Sie die File-Geodatabase monatlich reorganisieren. Sie sollten auch nach jeder großen Änderung eine Reorganisation durchführen.

    Option "Reorganisieren"

    Zusätzlich zum Reorganisieren einer Geodatabases können Sie auch eine Komprimierung anwenden. Ein komprimiertes Dataset ist nach der Verteilung schreibgeschützt und kann deshalb nicht bearbeitet oder geändert werden. Nur der Name, die Attributindizes und Metadaten können geändert werden. Die Komprimierung eignet sich am besten für Datasets, die nicht weiter bearbeitet werden müssen. Damit ist sie eine geeignete Methode, die erste Version Ihrer Geodatabase für Projektbeteiligte zur Überprüfung ohne die Möglichkeit zum Modifizieren der Quelldaten-Features bereitzustellen.

    Für das Freigeben Ihrer Geodatabase für Projektbeteiligte gibt es mehrere Alternativen. Dazu gehören das Erstellen eines XML-Workspace-Dokuments, das Verwenden des Werkzeugs Kopieren oder Ausschneiden zum Extrahieren von Teilmengen der Daten oder das Verwenden des Toolsets "Paket" zum Konsolidieren, Packen und Freigeben von Layern, Kartendokumenten und Ergebnissen.

    In den folgenden optionalen Schritten generieren Sie ein XML-Workspace-Dokument, um sowohl die Daten als auch das Schema für Ihre SalzburgGeodatabase.gdb freizugeben.

  2. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf SalzburgGeodatabase.gdb, zeigen Sie auf Exportieren, und wählen Sie Geodatabase in XML-Workspace-Dokument aus.

    Option "Geodatabase in XML-Workspace-Dokument"

  3. Legen Sie im Werkzeug XML-Workspace-Dokument exportieren die folgenden Parameter fest:
    • Navigieren Sie für Eingabedaten zu C:\Salzburg\SalzburgGeodatabase\SalzburgGeodatabase.gdb.
    • Geben Sie für Ausgabedatei den Text SalzburgGeodatabase_ExportXML.xml ein.
    • Wählen Sie in den Exportoptionen die Option Daten aus.
    • Überprüfen Sie, ob als Speichertyp die Option Binär ausgewählt ist.
    • Aktivieren Sie Metadaten exportieren.

    Werkzeug "XML-Workspace-Dokument exportieren"

  4. Klicken Sie auf Ausführen.

    Jetzt können Sie Ihr Ausgabe-XML-Workspace-Dokument verteilen und für die Überprüfung und Kommentierung durch Projektbeteiligte freigeben.

  5. Speichern Sie das Projekt.

In dieser Lektion haben Sie ein ArcGIS Pro-Projekt erstellt, um die Erstellung einer Geodatabase zu unterstützen. Sie haben die Ansicht Katalog verwendet, um mit Projektkomponenten zu interagieren und die Geodatabase zu verwalten. Außerdem haben Sie mehrere Feature-Datasets erstellt und verschiedene Feature-Classes importiert. Sie haben erfahren, wie Metadaten zu Geodatabase-Komponenten hinzugefügt werden, und zum Abschluss die Komprimierung angewendet, um die Effizienz der Geodatabase zu erhöhen.

Weitere Lektionen finden Sie in der Learn ArcGIS-Lektionsgalerie.